Es gehört zum Kompendium unseres unnützen Wissens, dass wir schon mal davon gehört haben, wie der Earl of Sandwich Lust auf ein „Eingeklemmtes“ hatte und so dem Sandwich zu seinen Namen verhalf. In der Schule war es wohl nicht gewesen, vielleicht handelte es sich um eine Frage bei „Trivial Pursuit“ oder in einem frühen TV-Quiz.

John Montagu, so der eigentliche Name des Earl of Sandwich, hinterliess aber nicht nur in der Küche, sondern auch auf der Erde seine Spuren. Dies hatte er vor allem James Cook zu verdanken, der noch zu dessen Lebzeiten eine Inselgruppe im Südatlantik nach ihm benannte: die Südlichen Sandwichinseln. Weshalb der Zusatz „südliche“? Das hat damit zu tun, dass es auch mal in der nördlichen Hemisphäre Sandwichinseln gab, nur heissen diese heute Hawaii.

Foto: WikimediaCommons; Duffmann.

Als ich für den Beitrag „Mein Lieblingsland“ recherchiert habe, bin ich im Wikipediaeintrag zu Antipoden auf das Earth Sandwich von Ze Frank gestossen, von dem ich bisher angenommen hatte, dass es um eine Idee von Douglas Coupland handelt, der es in „Generation A“ erwähnt.

Das Konzept bzw. das Rezept eines Erdsandwichs ist ziemlich einfach: Man finde zwei Orte auf der Erde, die sich antipodisch gegenüberliegen und platziere gleichzeitig auf beiden Seite eine Scheibe Brot und fertig ist das Erdsandwich. Guten Appetit!

PS: Man stelle sich vor, Nord- und Südsandwichinseln wären Antipoden – das wäre die perfekte Ironie des Schicksals gewesen. Wenn ich die pikanteste Variante der Erdsandwich-Menukarte auswählen müsste, würde meine Wahl wohl auf Taipeh und Asuncion fallen, den Hauptstädten von Taiwan und Paraguay.

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