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Das stiefelförmige Land im Mittelmeer weckt die Sehnsucht nach Ferien auf vielerlei Arten. Vorrangig denken die Menschen jedoch an köstliche Pasta und vollmundigen Wein. Die anmächeligen Hügellandschaften haben jedoch viel mehr zu bieten als nur Rebberge. Gut versteckt in Italiens Bergregionen, Wäldern und an Stränden befinden sich natürliche Thermalquellen, in denen schon die alten Römer gebadet haben. Tauchen Sie ein in die Antike und lassen Sie in einer dieser spektakulären, heissen Quellen, die das ganze Jahr über frei zugänglich sind, einfach mal die Seele baumeln.

  1. Terme di Saturnia

Es gibt unzählige Gründe, um in die Toskana zu reisen – angefangen bei den sonnengeküssten Hügellandschaften, die bereits die Künstler der Renaissance inspirierten, bis hin zu den Weinbaugebieten, die teils zu den besten der Welt zählen. Weniger bekannt ist hingegen die Terme di Saturnia, eine Ansammlung mehrstufiger natürlicher Thermalbecken in der Nähe des Ortes Saturnia. Benannt wurde der Ort nach dem römischen Gott Saturn, der einer Sage zufolge während seiner Zeit im Exil hier Zuflucht gesucht haben soll. Das Thermalwasser, welches das ganze Jahr über seine angenehme Temperatur von 37,5°C beibehält, entspringt an einem Wasserfall und fliesst an einer alten Mühle vorbei, bis es sich schliesslich in eine Vielzahl von leuchtend türkisen Thermalbecken aufteilt. Das wärmste unter ihnen ist Cascate del Mulino. Es ist für seine heilende Wirkung bekannt, die sich bei einem Bad in dem Becken entfaltet, da die Haut die Mineralien im Wasser aufnimmt.

  1. Laghetto di Fanghi

Die zum Äolischen Archipel gehörende Insel Vulcano ist nur mit dem Schiff erreichbar und beherbergt wundersame, kaffeefarbene Heilschlammbäder, deren Geruch aufgrund des hohen Schwefelgehalts vielmehr an faule Eier erinnert. Riesige Felsformationen säumen die Insel und zusätzlich bietet sich Ihnen ein beeindruckender Blick auf den riesigen Krater der Insel. Schaufeln Sie ein wenig des weichen Tonschlamms vom Boden der Thermalquelle auf Ihre Haut und reiben Sie sich damit ein. Der Schlamm soll insbesondere bei rheumatischen Beschwerden und Hautkrankheiten heilende Kräfte besitzen. Waschen Sie ihn anschliessend kinderleicht mit einem Sprung ins Meer wieder ab.

  1. Fosso Bianco, San Filippo

Ein weiteres toskanisches Naturwunder in der Nähe des kleinen Kurortes Bagni San Filippo ist die Thermalquelle Fosso Bianco, die übersetzt «Weisser Graben» heisst und durch ihr aussergewöhnliches Aussehen ins Auge sticht. Die Wanderung dorthin führt Sie durch einen dichten Wald mit meterhohen Bäumen, bis Sie schliesslich zur von weissen Kalksteinformationen eingerahmten Quelle gelangen. Der eigentliche Fosso Bianco, der den Beinamen «Weisser Wal» trägt, liegt noch etwas weiter stromabwärts, wo die Kalkformationen rund um die Quelle an das geöffnete Maul eines Wals erinnern. Dies ist auch die Stelle, an der das heisse Wasser der Thermalquelle mit dem kalten Wasser eines Flusses zusammenfliesst, wodurch eine auffallend blaue, milchige Wasserfarbe entsteht.

  1. Sorgeto, Ischia

Die blubbernden und von schwarzen Felsen umrahmten Thermalquellen der Insel Ischia, die sonst eher für ihre bunten Küstenorte und mittelalterlichen Festungen bekannt ist, erreichen Sie auf zwei Wegen: über die knapp 200 kopfsteingepflasterten Stufen in einer Steilküste im Dorf Panza oder – wenn Sie Eindruck schinden möchten – per Boot. Die verschiedenen Thermalbäder, die durch vulkanische Aktivität erwärmt werden, können sich in ihrer Wassertemperatur stark unterscheiden: Einige sind bei Temperaturen von 30°C angenehm kühl wie das Meerwasser, andere wiederum so brühend heiss, dass man Eier, Fisch und sogar Kartoffeln darin kochen kann – eine Technik, die die Einheimischen perfektioniert haben.

  1. Bagni Nuovi

Dieses integrierte Luxus- und Wellnessresort hoch oben in den italienischen Alpen unterscheidet sich wahrscheinlich sehr stark von seinem Vorgänger vor über 2 000 Jahren, als die Römer noch in den verborgenen heissen Höhlenquellen badeten, aber der Zweck ist noch immer der Gleiche: Entspannung und Wohlbefinden. Selbst Leonardo da Vinci badete bereits hier im Jahr 1493. Heutzutage können Feriengäste von einem der vielen glitzernden Aussenbecken, die durch die umliegenden natürlichen Thermalquellen aufgeheizt werden, dasselbe Panorama auf das Tal von Bormio geniessen.

  1. Thermalquellen am Gardasee

Während Urlauber in den Sommermonaten auf dem See Jetski fahren oder sich in den Ufercafés ein Gläschen Wein genehmigen, geht es in der Nebensaison am Gardasee etwas beschaulicher zu. Das gut gehütete Geheimnis ist die Thermenlandschaft des Gardasees, die sich am Rande des Sees zwischen Wäldern und Höhlen befindet. Die antiken Römer badeten bereits vor zwei Jahrtausenden in diesen Thermalquellen und auch heute noch wird die Tradition von den Einheimischen fortgeführt, die sich in den heissen Heilbäder – einige davon erreichen Temperaturen von bis zu 42°C – räkeln.

  1. Bagni di Petriolo

Gut versteckt in den Wäldern der Toskana garantieren diese Thermalquellen ganzjährig eine herrlich warme Wassertemperatur von 43°C – eine glückliche Fügung, die dafür sorgt, dass Feriengäste auch im Winter in ihnen baden und an der Sonne liegen können. Wie viele historische Thermalquellen in der Region erzählt auch Petriolo eine interessante Geschichte: Es befindet sich direkt unterhalb der Ruinen eines altrömischen Bades aus dem 13. Jahrhundert, von dem vermutet wird, dass es sich dabei um die letzte noch erhaltene befestigte Thermalanlage in Italien handelt. Adelige, Kardinäle und Päpste sollen bereits in diesen heilsamen Quellen gebadet haben.

 

 

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