Foto: WexDub / CC 2.0 Lizenz

Das Fliegen hat schöne und mühsame Seiten. Man fliegt in die Ferne, das Ferienfieber hat einen gepackt, und man freut sich auf die erholsamen Tage im Urlaub. Doch bis man an der Traumdestination angekommen ist, zwängt man sich noch mit 200 fremden Leuten in den Flieger (man „zwängt“ sich zumindest in die Economy-Klasse).

Alleine oder zu zweit unterwegs?

Schön ist es, wenn man zu zweit oder zu dritt fliegen kann. Man kennt einander und hat was zum Reden. Also will man auch nebeneinander sitzen. Doch da bei der Sitzverteilung in vielen Fliegern heutzutage immer drei Sitze nebeneinander gepackt werden, ist die Platzwahl für ein Paar schwierig. Beim Einchecken stellt man sich dann meist die Frage: Reservieren wir zu zweit den Gang- und Fensterplatz und hoffen, dass keiner sich zwischen uns setzen will? Das Risiko geht man nicht ein. Oder: nehmen wir den Gangplatz und den Mittelsitz, damit wir jederzeit aufstehen können? Aber was ist, wenn dann am Fenster jemand sitzt, der uns dauernd weckt, um auf Toilette zu gehen? Irgendwie gibt es die optimale Lösung hierfür nicht.

Passagiere, die alleine Fliegen können sich, sofern sie genügend früh einchecken, meist den gewünschten Platz am Fenster oder Gang ergattern. Doch auch dann besteht die Gefahr, unbeliebte Gäste neben sich sitzen zu haben. Abhilfe hier schafft „Planely.com“, eine Webseite mit dem Ziel, gleichgesinnte Passagiere nebeneinander zu setzen. Ich mache den Selbsttest und habe meinen Flug von Singapur nach Paris auf „Planely-Online“ gestellt. Tatsächlich ergibt die Suche einen Treffer. Der Passagier würde auch gerne schlafen. Mal schauen, ob ich dank „Planely“ einen ruhigen Begleiter neben mir habe.

Am besten ist der Notausgang!?

Viele Leute schwören auf den Notausgangsitz, weil sie denken, dass man dort speziell viel Beinfreiheiten geniesst. Aufgrund des Flugzeugtypen und der Innenausstattung kann es aber auch passieren, dass genau der Notausgang zum Albtraum wird.

Es kann vorkommen, dass man am Fensterplatz beim Notausgang am wenigsten Beifreiheiten hat. Man muss dann irgendwie schräg an der Notausgangtüre vorbei sitzen und bedrängt den Sitznachbarn. Nimmt man stattdessen den Gangplatz, kann es sein, dass man dauern geweckt wird. Warum? Bei Notausgängen befinden sich oft auch die Toiletten. Dann stehen einem im Dunkeln immer Passagiere mit Harndrang auf den Füssen herum. Viele Airlines lassen Sitze bei den Notausgängen erst gar nicht reservieren. Doch wenn es möglich ist, dann empfehle ich auf seatguru.com nachzuschauen, ob der Sitzplatz auch wirklich gut ist.

Den perfekten Sitzplatz gibt es kaum

Trotz meiner Grösse reserviere ich mir immer den Fensterplatz. Ich liebe es auf dem Flieger was zu essen, einen Film zu schauen und dann so viel wie möglich zu schlafen. Doch andere Leute haben da bestimmt andere Präferenzen, können vielleicht nicht schlafen und schwören auf einen Gangplatz. Nun, 200 und mehr Passagiere mit einer begrenzten Sitzplatzanzahl glücklich zu stimmen ist schier unmöglich. Drum rate ich jedem, schaut euch ein paar Tage vor dem Abflug das Ticket an. Darauf steht, wann man online einchecken kann. Tragt den Zeitpunkt als Termin auf dem Mobiltelefon ein und schnappt euch zum richtigen Zeitpunkt den Sitzplatz, der für euch am besten passt.

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Kommentare

  • Florian

    Danke für den Tipp mit Planely. Schau ich mir gerade mal an, da ich bald auch ein bischen auf der Langstrecke unterwegs bin. Als Zusatztipp zu Seatguru.com gäbs noch seatexpert.com! Beide Seiten sind nicht immer aktuell, drum ist es sicher nicht schlecht, beide mal anzusteuern. Und dann gibts natürlich noch all die Vielfliegerforen, wie flyertalk oder vielfliegertreff, wo man von den Profis auch Tipps bekommt.

    17. Februar 2011 at 19:35

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