Seit rund einem Monat habe ich nun ein iPad, den Tabletcomputer von Apple. Lange Zeit hatte ich ein iPhone, bin dann aber auf ein Androidtelefon umgestiegen. Viele Leute fragen mich – was bringt dir dieses Tablet denn eigentlich? Ein umfassendes Fazit kann ich nach einem Monat nicht ziehen. Doch was ich bereits jetzt sagen kann: das iPad ist ein toller Reisebegleiter.

Viele der folgenden Argumente gelten für manche genauso für ein iPhone oder ein anderes Smartphone. Der Hauptunterschied ist halt einfach die Grösse der Benutzeroberfläche. Wem das kein Unterschied macht, der ist mit einem Smartphone bestens bedient.

Gründe fürs iPad auf Reisen

Unterhaltung im Gepäck: Das iPad spielt Videos und Musik. iTunes kommt ja bekanntlich mit Unmengen an Podcasts und wer eigene Videos in das Appleformat konvertiert, hat seine Serien oder Filme im Handgepäck. Wird das Unterhaltungsprogramm an Bord überflüssig? Ich denke nicht, da die Fluggesellschaften schliesslich die neusten Filme anbieten. Aber im Hotel oder auf einer langen Busfahrt vermisst man teilweise die Abwechslung. Da springt das iPad ein.
Die App CineXPlayer erlaubt auch Videos ohne Konvertieren anzuschauen. Der grosse Bildschirm bietet ein weiteres Plus für Spiele-Fans. Plötzlich hat man die beliebten Brettspiele wie zum Beispiel Scrabble auch in den Ferien mit dabei.

So viele Bücher wie man will. Am Strand ist das iPad definitiv fehl am Platz. Doch wer ein Buch nach dem anderen verschlingt hat hiermit eine Option, Platz im Koffer zu sparen. Bücher vom Projekt Gutenberg gibt es umsonst, aktuelle Titel können gekauft werden. Bücher gibt es mit den Apps iBooks, Kobo, Free Books oder WattPad. Ich lese dank Zinio den Economist (kostenpflichtig) und andere Zeitschriften.

Weniger Arbeit im Gepäck. Natürlich kann man auf dem iPad weitaus weniger machen, als mit dem Laptop. Das ist in den Ferien aber auch ganz gut so. Ich habe zwar Zugriff auf meine Geschäftsdokumente, habe aber bewusst Bearbeitungsprogramme wie Word und Excel nicht installiert. Das kompakte Format des iPad ist aber schon der Riesenvorteil dafür, was es alles kann. Das Fehlen der Tastatur ist selten ein Hindernis (diesen Post schreibe ich selbstverständlich auf dem iPad). Kommt hinzu, dass das Ladekabel auch viel Platz im Koffer spart.

Schnell online. Wer geschäftlich oder privat dann doch E-Mails lesen und schreiben möchte, kann das schnell und überall. Internetcafés sind Geschichte, denn in den meisten Touristendestinationen gibt es mittlerweile überall umsonst WLAN-Zugänge (meist „Wi-Fi„). Wer also in einem Café oder Restaurant Platz nimmt, sollte einfach fragen, ob der Ort drahtloses Internet habe. Meistens bekommt man dann das Passwort.
Ob mit dem Smartphone oder dem iPad, so einfach liest man heute E-Mails in den Ferien. Mit dem iPad wird vieles dann noch einfacher: Kurzfristig Flüge buchen, online einchecken, Sehenswürdigkeiten recherchieren und einfach ein bisschen rumsurfen. Geholfen haben mir hierbei etwa Wikihood, Point Inside und natürlich Maps / Google Earth.

Kosten im Griff? Wer mit seiner SIM-Karte aufs Internet zugreift (sprich: wer roamt), riskiert hohe Kosten. Das Roaming kann man bekanntlich ausschalten. Am besten benutzt man ausschliesslich WLAN-Verbindungen. Wenn man aber wie Herr Baumann vom „Tagesanzeiger“ in die Pampa fährt, dann kauft man besser lokal eine SIM-Karte mit Datenangebot (er bezahlte ein bisschen zuviel und schiebt die Schuld dem iPad zu). Eine SIM-Karte lässt sich einfach zu einer Micro-SIM zuschneiden.

Bisher war das iPad ein toller Begleiter für mich. Wer viel schreibt, nimmt besser ein Netbook mit. Wer nur ein wenig Emailen möchte, dem reicht ein Smart- / iPhone auch sicherlich bereits aus. Das Unternehmen Apple hat meines Erachtens erreicht, was es wollte. Es hat ein Produkt auf den markt gebracht, das irgendwo zwischen Telefon und Laptop liegt. In den Ferien reicht das komplett: Unterhaltung, Spiele, Lesen und viel bequemer ins Internet.

Tagged: Archive, ebookers News

Kommentare

  • Ivan

    Ich finde das iPad ein sehr gutes Produkt, obwohl ich keines habe. Die aktuellen Preise sind zu hoch, für weniger Geld bekommt man ein Netbook bzw. Laptop, dass die gleiche Leistung oder noch mehr bringt.

    Der Vorteil liegt sicher an der Handhabung sowie an den 250.000 Apps, die auf das Gerät geladen werden können. Es soll Ende Jahr der nächste iPad erscheinen, der kleiner ist. Sobald andere Hersteller auf den iPad-Zug aufgesprungen sind, werden auch die Preise purzeln. Ich hoffe es zumindest ;o) …

    31. August 2010 at 12:27

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