Foto: Charlie Phillips CC 2.0 Lizenz

Ich glaube, ich habe für die unterschiedlichsten Reisevorhaben das passende Gepäckstück. Neben Tramperrucksack und Handgepäckkoffer besitze ich diverse Reisetaschen und Koffer in verschiedenen Grössen. Mein „wertvollstes“ Stück ist auch gleich das meistbenutzte: der Samsonite Schalenkoffer Cosmolite Spinner. Er kostet ungefähr 400 Euro und ist meiner Meinung nach definitiv sein Geld wert. Angeblich ist er unzerstörbar, was ich nicht glaube, aber er ist verblüffend robust und gleichzeitig ein Fliegengewicht. Er wird der Bezeichnung „Schalenkoffer“ völlig gerecht, denn er besteht praktisch nur aus einer Karbonschale, die etwa so dünn ist wie eine Kreditkarte.

Wer aber nicht nur auf Praktikabilität beim Gepäckstück setzt und auch gern ein bisschen Glamour beim Reisen mit sich führt, der wird sich eher für einen Louis-Vuitton-Koffer entscheiden. Die sind nicht nur schön, sondern auch robust. Der Legende nach hielten die LV-Koffer auch schon zu Anfangszeiten bei einem Schiffsunglück dicht. Ich werde mir wohl nie einen solchen Koffer leisten (können). Diese sind nämlich ab 2460 EUR erhältlich.

Wie hoch ist man versichert?

Doch was passiert, wenn meinem teuren Koffer etwas passiert? Meist befindet sich ja in einem teuren Koffer auch teurer Inhalt. Ist dieser gedeckt?
Meist heisst es leider: Pech gehabt. Denn gemäss internationalen Richtlinien ist die Fluggesellschaft ab einer Höchstbetragsgrenze von ca. 1200 Euro geschützt. Zur Zeit ist das Abkommen von 97 Ländern ratifiziert. Dies soll heissen, wenn man über die Landesgrenzen hinaus in eines dieser Länder fliegt, kommt dieses Abkommen zum Zuge. Steigt der Wert des Gepäcks über diesen Betrag, muss man diesen separat versichern.

Dies macht man am besten, indem man den Wert des Gepäckstücks bei der Fluggesellschaft direkt deklariert.
In den USA beispielsweise bezahlt man dann pro 100 Dollar Mehrwert einen Versicherungszuschlag. Dieser Zuschlag ist je nach Airline unterschiedlich, und auch hier gibt es eine Obergrenze. Eine Liste mit Links zu den Bestimmungen der amerikanischen Airlines kann man hier finden.
Für Europa konnte ich leider keine entsprechende Liste finden. Deshalb empfehle ich, dies mit der Airline direkt zu klären.

Wie soll man vorgehen?

Wer wirklich nicht ohne Louis in die Ferien gehen kann, dem nützen also meist auch die Bestimmungen der eigenen Versicherungsabdeckung, Reiseversicherung oder Kreditkartendeckung nichts. Es schadet nicht, diese durchzulesen. Meist wird dabei jedoch vorausgesetzt, dass man das Gepäck stets bei sich hat. Keine Lösung also. Ich rate deshalb zu folgendem Vorgehen:

  1. Auf der Webseite der Airline betreffend Zusatzversicherung informieren.
  2. Den Wert schriftlich gemäss Regeln der Fluggesellschaft deklarieren und gegebenenfalls Aufpreis bezahlen.
  3. Falls dies nicht angeboten wird oder der Wert zu hoch ist, gilt es, eine gezielte Police beim Versicherungsunternehmen abzuschliessen.
  4. Im Schadensfall
    1. Direkt am Flughafen oder innerhalb von sieben Tagen anzeigen
    2. Quittungen nachreichen
  5. Bei Verlust oder Verspätung übernimmt die Airline auch notwendige Anschaffungen, wie Zahnbürste usw. Auch da gilt: Unbedingt Quittungen aufbewaren.

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