Der Anflug ist schon fast ein Rundflug, so klein ist die Insel. Kurz nach dem Eindunkeln glitzern und funkeln die Lichter der östlichen Inselhälfte wie Las Vegas. Die Städtchen rund um die malerische Hauptstadt Valletta gehen nahtlos ineinander über. Wer es ländlich mag, sollte in den Nordwesten oder auf die kleine Schwesterinsel Gozo fahren.

Malta

(Fotos: Chantal Landis)

Das einzige arabisch sprechende Land der EU hat auf kleiner Fläche viel zu bieten. Zwar ist das Meer im Frühling noch zu kühl zum Baden, dafür kann man bei milden Temperaturen bestens die Insel erkunden, die sich jetzt von ihrer grünen Seite zeigt.

Die Araber sind nur eines der Völker, die Spuren auf Malta hinterlassen haben. Zu sehen gibt es jahrtausendealte Tempelanlagen und das Erbe des Johanniterordens, der die Stadt Valletta gründete und zu einer damals uneinnehmbaren Festung ausbaute. Damals schon mit europäischem Geld – die Ritter des Johanniterordens kamen aus 8 europäischen Ländern – wurden die zahllosen barocken Kirchen erstellt, die selbst im kleinsten Dorf monumentale Ausmasse annehmen.

Malta

Die fantastischen natürlichen Häfen dienten im letzten Jahrhundert auch den Briten als wichtige Stützpunkte – neben den militärischen Anlagen erinnern die zweite Amtssprache Englisch sowie die altertümlichen Leyland-Busse an die Kolonialzeit. Diese Busse fahren etwa im Halbstundentakt in alle Winkel der Insel und sind spottbillig: So kostet etwa ein 5-Tages-Pass für die ganze Insel weniger als 20 Franken. Auch Autofahren ist nicht teuer, dafür braucht es starke Nerven im südländischen Verkehrschaos – mit Linksverkehr!

Zu essen gibt’s neben Fisch, Kaninchen und Pasta vor allem leckere Backwaren: frisches Brot, “pastizzi” aus Blätterteig mit Ricotta- oder Erbsenfüllung und weitere Krapfen mit wunderbar mürbem Teig. In den Cafés und Restaurants machen einem die Vitrinen mit Torten, Pies, Profiteroles und sizilianischen Süssigkeiten die Wahl zur Qual.

Arabische Erker in Sliema

(Foto: Erwin Hunziker)

Tipp: Karten für den Besuch der unterirdischen Tempelanlage Hypogäum – eines Unesco Weltkulturerbes – sollte man von zuhause aus buchen, da sie schon Wochen im Voraus ausverkauft ist.

Andrea Rosenbusch

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