Immer wieder hört man von den Risiken einer Reisethrombose. Doch was ist das und wie können wir sie verhindern?

Wie eng darf es denn sein?

(Foto: Keystone / Keystone Martin Rütschi)

Die Reisethrombose tritt besonders bei Langstreckenflügen auf. Durch den geringen Sitzabstand, besonders in der Economy-Klasse, wird die Bewegungsfreiheit der Passagiere extrem eingeschränkt. Dadurch verschlechtert sich der Blutfluss in den Venen. Die Folge: schwere Beine, in denen sich Flüssigkeit einlagern und in ungünstigen Fällen sogar eine Thrombose entstehen kann. Das heisst, in einer Beinvene bildet sich ein Blutpfropf, der sich lösen und eine Lungenembolie verursachen kann – also nichts, dass man auf die leichte Schulter nehmen sollte.

focus.de gibt einige Tipps, um das Risiko zu minimieren:

+ einmal in der Stunde aufstehen und herumlaufen, damit sich das Blut nicht staut.

+ Bequeme Kleidung tragen, die nicht einschneidet.

+ Die Waden regelmässig kräftig massieren, dabei immer von den Knöcheln zum Knie streichen.

+ pro Stunde einen Viertelliter Wasser trinken. Die geringe Luftfeuchtigkeit in Flugzeugen trocknet den Körper aus.

+ kein Alkohol oder Nikotin vor und auf dem Flug: Durch Alkohol kann sich mehr Blut in den Beinen stauen, und bei Rauchen verschlechtert sich die Durchblutung.

+ Keine Schlafmittel nehmen. Wer trotzdem schlafen will, sollte versuchen, eine bequeme Haltung zu finden, in der der Blutfluss nicht gestört wird (leichter gesagt als getan in der Economy-Klasse, ich weiss!)

+ Eine Kapsel mit natürlichem Vitamin E soll das Blut flüssig halten. Vitamin-E-reiche Lebensmittel wie Nüsse und pflanzliches Öl helfen auch.

+ Für Passagiere mit erhöhtem Thrombose-Risiko sind medizinische Stützstrümpfe geeignet: Sie erzeugen von aussen Druck auf das Bein, das Blut kann sich nicht an Knöcheln und Unterschenkeln sammeln.

+ Ebenfalls für Reisende mit einem hohem Risiko sind blutverdünnende Heparinspritzen. Diese sollten aber nur mit ärztlicher Absprache verwendet werden!

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Kommentare

  • Rita

    Hier steht, dass Stützstrümpfe nur bei erhöhtem Risiko nötig sind. Ich selber habe kein erhöhtes Risiko, trage auf Reisen immer Strümpfe und spüre die Wirkung 🙂 Das ist auch eine Frage des Wohlbefindens und nicht nur der Thromboseprophylaxe.

    10. Juni 2013 at 17:50

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