Die Nateltarife in der Schweiz gehören zu den teuersten weltweit – dies spürt umso deutlicher, wer das Handy auch weltweit einsetzt. Eingehende Anrufe, abgehende Gespräche, SMS, Abhören der Combox, Surfen im Internet etc., mit Schweizer SIM-Karte wird alles teurer. Wer im Ausland kein vom Geschäft bezahltes Handy dabeihat, muss sich etwas einfallen lassen.

Mobile am Strand

(Foto: KEYSTONE AP / Adil Bradlow)

Die meisten Anbieter in der Schweiz werben mit ihren „billigen“ Ferienangeboten. So gross die Bandbreite dieser Angebote auch sein mag, in den meisten Fällen ist selbst das billigste Angebot noch ein Abriss – den überteuerten Schweizer Tarifen sei Dank.

Am billigsten fährt, wer sich an seiner Urlaubsdestination eine SIM-Karte mit lokaler Nummer kauft und diese mit einer lokalen Prepaid-Karte auflädt. Bleibt also in Erfahrung zu bringen, wo man an seinem Ferienort an diese Utensilien herankommt. In Japan beispielsweise ist es unmöglich, weil dort ein anderes Netz verwendet wird. SIM-Karten kennt man dort nicht. Für den Erwerb eines Prepaid-Handys wird ein Wohnsitz in Japan verlangt. Und auf den Malediven beispielsweise muss man wissen, dass man seine lokale SIM-Karte inkl. Prepaid-Karte unmittelbar nach der Ankunft auf der Flughafeninsel kaufen muss, bevor man per Boot auf seine Ferieninsel verfrachtet wird, wo es dann bereits zu spät ist.

So stellt sich also für jede Destination die Frage: kann ich eine SIM-Karte mit lokaler Nummer und Prepaid-Karte kaufen oder nicht? Falls möglich, wo erhalte ich diese innert nützlicher Frist? Und welche Dokumente brauche ich dazu (oft wird ein Pass verlangt)? Wer sich selbst nicht zu helfen weiss, fragt am besten das lokale Hotelpersonal. Diese sind oft GastarbeiterInnen und kennen die billigsten Tricks und Kniffs genau.

In den meisten Fällen kostet so eine SMS aus dem Ausland in die Schweiz schliesslich weniger, als das Versenden einer innerschweizerischer Kurzmitteilung! Und auch das Telefonieren wird preiswerter. Das Empfangen von Anrufen ist gratis und Gespräche vom Ausland in die Schweiz kosten auch viel weniger. Von weiteren Vorteilen wie der Verwendung am Urlaubsort zum Lokaltarif gar nicht zu sprechen!

Und wer Freude daran hat: je nach Land und Anbieter ist es sogar möglich, die ausländische SIM-Karte auch in der Schweiz zu verwenden. Schliesslich kann – wieder ja nach Vertragsbedingungen – dieselbe Nummer beim nächsten Besuch im fernen Land wieder verwendet werden.

Natürlich gibt es auch billigere Versionen: wer beispielsweise mit einem Windows Pocket PC basierten Mobile telefoniert, kann darauf Skype installieren und dann in einer Wireless-Umgebung umsonst telefonieren. Doch die Qualität lässt zu wünschen übrig. Dann geht man lieber in ein Internet-Café und skypet dort.

Eine der billigsten und praktischsten Versionen geht jedoch so: man schickt der daheimgebliebenen Person, mit der man sprechen will eine SMS mit seiner Hotel- und Zimmernummer oder einer lokalen Telefonnummer und empfängt dann den Anruf auf einer örtlichen Leitung. Der billigste Anbieter für Ferngespräche aus der Schweiz läuft über die Vorwahl 10787. Einfach auf http://www.10787.ch registrieren.

Mein Geheimtipp lautet: Gönnen Sie Ihrem Handy in Ihrem Urlaub auch Ferien! Schalten Sie Ihre Combox aus. Vergessen Sie Ihr Natel daheim. Früher hat es ohne schliesslich auch geklappt, oder?

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