Die erste Episode der Hotelgeschichten hat Leserin S.B.M. dazu animiert, auf Facebook ihre eigene Hotelerfahrung zu posten, die wir hier gekürzt mit zwei anderen Erlebnissen wiedergeben.

Besagter Gast liess sich jede Nacht von A-Z verwöhnen. Aber jetzt nur nicht auf falsche Gedanken kommen! Der Mann bestellte jeweils querbeet durch die Speisekarte eine Unmenge von Gerichten auf sein Zimmer. Das Personal fragte sich, wie einer allein mit soviel Essen fertig werden könne. Er hatte zudem einen weiteren Spezialwunsch: auf keinen Fall das Zimmer betreten! Das Hotel respektierte dies und so deponierte der Room Service die frische Wäsche jeweils vor das Zimmer. Ganze drei Wochen ging das mit diesem geheimnisvollen Gast so weiter. Bis er abreiste – erst dann folgte der Schock!
Der Mann hatte nämlich Hunde auf dem Zimmer – mindestens vier! Wäre er mit diesen Gassi gegangen, wäre das ja aufgefallen. Die neue Bettwäsche funktionierte er als Hundeklo um.
Das Zimmer musste darauf mehrere Wochen gesperrt werden! Der Gast erhielt dafür eine saftige Rechnung, welche er allerdings ohne Zögern bezahlte! Er landete schliesslich auf der internen schwarzen Liste 🙂

Menu & Cutlery on A Restaurant Tableclass="aligncenter

Sicher nicht auf der schwarzen Liste landete ein Prinz aus dem arabischen Raum. Mitten in der Nacht telefonierte jemand aus seiner Entourage der Reception, man möge doch das Videogerät reparieren kommen.

Dabei muss man wissen, dass das Empfangspersonal in der Nachschicht mit dem Night Audit beschäftigt ist, der fertig sein muss, bis das Morgenessen beginnt, damit die Buchungssysteme wieder aufgeschaltet werden können. Also nicht die beste Phase, um Zeit zu verplempern.

Wie dem auch sei, die Angestellte folgte dem Kundenwunsch und machte sich ans Reparieren des Videos, das auf dem Monitor – ein kleines Detail am Rande – nur noch ein nicht ganz jugendfreies Standbild zeigte. Der Prinz und seine Entourage machten es sich in der Zwischenzeit bei einer Shisha gemütlich.

Der Prinz war beeindruckt, dass eine Dame den Defekt so schnell beheben konnte. Ablehnungsversuche fruchteten nichts, der Prinz schien sich Gehorsam gewohnt. So musste sie schliesslich – notabene während der Arbeit – einige Runden mit der sichtlich erheiterten Truppe mitrauchen. Das Trinkgeld von CHF 50 lehnte sie gemäss Vorschrift wiederum ab. Der Prinz missverstand und verdoppelte auf CHF 100. Schliesslich waren beide zufrieden und der Night Audit konnte unter Volldampf weitergehen.

Das Jahr darauf brauchte es nicht einmal mehr einen Defekt. Der Spitzname der Receptionistin war nun Ms Shisha und Wasserpfeifenrauchen gehört seither bei diesem Kunden zum Jobbeschrieb.

Und zu guter Letzt noch dies. Auf Koh Samed, wo ich gerade die Sommerferien verbringe, tauchte in meiner Anlage letzthin ein stinkreicher Russe auf, der für sich und seine Freundin das beste Zimmer wollte. An der Reception bekam er zu hören: „Okay, 100 Dollar pro Nacht für ein Ocean View Bungalow.“ Doch der Russe bestand auf etwas Besserem. Da kam dem Besitzer eine Idee: „Wir hätten da noch die Deluxe Version für 250 Dollar!“ Da war der Gast zufrieden und blätterte im Voraus das Geld für vier Nächte hin. Ausserordentlicher Profit 600 Dollar 🙂

Hast Du auch schon schräge Hotelgeschichten erlebt? Melde Dich und wenn Du Glück hast, wird sie demnächst hier veröffentlicht!

Tagged: Archive, ebookers News

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>
*