Es geht doch nichts über ein ausgiebiges Frühstück, am liebsten bis elf! Foto: Keystone; Martin Ruetschi.

Zimmerservice, XXL-Bett und ein riesengrosser Flachbild-Fernseher – mit solchen Dingen beeindruckt mich ein Hotel nicht. Überhaupt ist mir vieles, was für die Sterne-Kategorisierung wichtig ist (wie beispielweise ein Fernseher), völlig egal. Bei mir sorgen ganz andere Dinge dafür, dass ich mich in einem Hotel so richtig wohlfühle. Im Grunde sind es nur Kleinigkeiten. Vielleicht könnt ihr die eine oder andere Sache nachvollziehen.

Was ich in einem Hotel schätze:

  • Ein Glas Prosecco bei der Ankunft: Zugegeben, ich bin leicht zu kriegen. Aber so fühlt man sich eben gleich „herzlich willkommen“.
  • Mal keinen Fernseher im Zimmer: Ob Flachbild- oder klotziges Gerät, ich fand Fernseher schon immer hässlich und habe sie auch noch nie in den Ferien eingeschaltet. Gerne wäre ich mal in einem Hotelzimmer ohne – war ich aber noch nie.
  • Ausreichend Haken: Jacken-, Handtuch- oder Bademantelhaken. In den meisten Hotelzimmern gibt es zu wenige. Stattdessen schlägt man sich herum mit komischen Bügeln.
  • Keine komischen Bügel, sondern richtige: Ich weiss nicht, ob Kleiderbügel wirklich geklaut werden. Den Hotelausstattungen zufolge muss es aber so sein. Warum sonst sollten sich so viele Hotels für diese diebstahlsicheren Halterungen entscheiden? Mich jedenfalls stören zwei Dinge daran: Erstens, dass mir unterstellt wird, ich würde normale Bügel mitgehen lassen. Und zweitens, dass ich zum Aufhängen von Kleiderstücken länger brauche. Liegt’s nur an meinem Ungeschick?

  • Duschgel- und Shampoohalterungen in der Dusche: Damit man sich nicht ständig bücken muss.
  • Angenehmes Duschgel und Shampoo: Jede hotelnächtigende Frau weiss Kooperationen mit guten Herstellern zu schätzen. Wenn also Kosmetikartikel vom Hotel zur Verfügung gestellt werden, ist es besonders toll, wenn diese nicht nur da sind, sondern auch noch gut riechen.
  • Toilettenpapierhalterung in praktischer Nähe: Es mag Zufall sein, aber lustigerweise ist es mir mehrfach in italienischen Hotels passiert, dass die Toilettenpapierhaltung absolut nicht dort hing, wo sie in irgendeiner Weise vom Klo aus erreichbar gewesen wäre. Sie hing da, wo halt Platz war.
  • Leckerer, frisch gebrühter Kaffee: Statt Filterkaffee aus der Thermoskanne zum Frühstück.
  • Wo wir gerade dabei sind:
    Frühstück bis um elf: Klar, ein Hotel, das vorrangig Geschäftsreisende erwartet, braucht diesen Service natürlich nicht. Aber in den Ferien fand ich immer jene Hotels am schönsten, in denen ich ohne Stress bis um elf frühstücken konnte.
  • Lunchpakete: Manche Hotels bieten Lunchpakete an, sodass man sich bei Tagesunternehmungen gut verpflegt fühlt. Finde ich super!
  • Und das Wichtigste:
    Ruhe: Ich glaube, in einem wirklich schalldichten Hotel, in dem ich nicht den Fernseher des Nachbarzimmers gehört hätte, bin ich noch nie gewesen. (Hat jemand Tipps?) Aber es ist schon viel wert, wenn sich das Hotel um Ruhe bemüht, beispielsweise indem das Putzpersonal sich nicht quer über den Flur und von Zimmer zu Zimmer unterhält.

Und Ihr? Mit welchen Details kann Euch ein Hotel begeistern?

Tagged: Archive, ebookers News

Kommentare

  • andrea

    Bei den Duschmitteln kann ich dir nur beipflichten. Im Empire Hotel in New York hatten wir „L’Occitane“-Produkte im Bad, sehr edel. Schön ists auch, wenn die Dusche eine Glaswand hat – und nicht einen Vorhang, der sich beim leichtesten Durchzug an den Körper klebt (iiiih). Mein Herz gewonnen hat kürzlich das Marina Bay Sands in Singapur: weil wir eine Nespresso-Maschine im Zimmer hatten (das ziehe ich jederzeit einem Glas Prosecco vor)!

    4. Januar 2012 at 15:04
  • Katja Schönherr

    Zu den Duschmitteln: Ich war mal sehr begeistert, als Aveda-Produkte in der Dusche standen. Und mit dem Duschvorhang hast Du vollkommen recht!

    5. Januar 2012 at 09:12

Schreibe einen Kommentar

Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>
*