Nach meinen wohlverdienten Weihnachtsferien kam ich abends müde in Zürich Kloten an. Anscheinend verfolgt mich das „Kofferpech“ einmal mehr. Nachdem das Transportband nur noch leer drehte, aber noch immer zahlreiche Reisende ihre Hoffnung nicht aufgeben wollten, ahnte ich bereits mein Pech und schlich mich unbemerkt zum Fundbüro, um dort als einer der Ersten meinen fehlenden Koffer anzumelden und nicht nochmals 1 Stunde anstehen zu müssen. Die enttäuschten Passagiere nahmen ihr Schicksal mit Ruhe und Verständnis auf – das kann nun schon mal passieren. Und letztlich würde der Koffer raschmöglichst und franko nachhause geliefert werden.

2 Tage später konnte ich denn auch meinen Koffer tatsächlich in perfektem Zustand zuhause wieder übernehmen. Die Empfangsbestätigung, die ich zu unterschreiben hatte, erstaunte mich sehr: Kein loses Blatt, sondern schon fast ein Buch wurde mir da vorgelegt, welches die heute gelieferten Koffern auflistete. Der Kofferbote erklärte mir darauf hin stolz, dass seine Firma heute schon 700 verspätete Koffer verteilt hätte und morgen würden es sogar über 1000 sein. Jetzt wurde ich aber stutzig: Ein verlorener Koffer scheint also nicht mehr ein kleines Pech oder eine Ausnahme zu sein, sondern ist zum Teil des Alltags geworden.

Als Kunde kann man dagegen ja aktiv nichts unternehmen, aber man kann sich vorsehen und einen eventuellen Schaden begrenzen. Hier ein paar Überlegungen:
· Ein moderner Koffer verfügt aussen über ein Adress-Fach des Besitzers: Angaben periodisch auf Aktualität überprüfen.
· Jedes Gepäckstück innen mit Heimadresse versehen (denn eine Aussen-Etikette kann verloren gehen).
· Etikette auch mit persönlicher E-Mail-Adresse versehen: So kann eine Fund-Nachricht weltweit auch während den Ferien empfangen werden.
· Jedes Gepäckstück aussen mit Etikette und Angabe des Reiseziels mit Hoteladresse versehen.
· Wer mit zwei Koffern reist, sollte den Inhalt so verteilen, dass jedes Gepäckstück von allem etwas enthält.
· Zum „Überleben“ die wichtigsten Sachen für 2-3 Tage ins Handgepäck packen.
· Inventarliste über wertvolle Sachen im Koffer erstellen (Eine private Hausratversicherung bezahlt einen Schaden, sofern die Deckung der Fluggesellschaft nicht ausreicht, dazu ist aber auch das Aufbewahren von entsprechenden Kaufquittungen empfehlenswert).
· Schmuck und wichtige Dokumente gehören ins Handgepäck.

Eine gute Reise wünscht Euch

Luzius Thürer

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