Der gleiche Freund, der den Trip an die Westküste der USA machte, ging mit mir ins Gymi. Als wir dann mit 17 (oder waren wir 18) in das Klassenlager nach Stabio/TI fuhren, ereignete sich ihm etwas ganz und gar nicht lustiges…auch wenn wir alle – und auch er – ziemlich lachen mussten.

Wie das immer so ist, verabredeten sich alle Klassenmitglieder beim Treffpunkt am Bahnhof. Nur er, nennen wir ihn Mister A, fehlte. Wir bestiegen den Zug nach Lugano und dachten, er hätte sich vielleicht erkältet (im Juni!). Als der Zug in der Innerschweiz verlangsamte, fuhr ein anderer Zug an uns vorbei. Aus dem Fenster guckend, erkannten wir Mister A im vorbeifahrenden Zug, worauf auch er uns perplex anstarrte. Was war geschehen?

Er hatte die S-Bahn in S. am Z.-See fast verpasst und rannte mit der übergrossen und prall gefüllten Sporttasche auf das Perron. Die Bahn fuhr zwar schon los, doch da es sich um ein altes Model handelte, bei dem die Türen noch einige Zeit nach Abfahrt offen bleiben, versuchte er aufzuspringen.
Doch er verfehlte den Tritt und fiel (glücklicherweise) neben die Geleise. Der Zug liess sich nicht aufhalten und so zerrissen die Eisenräder die unter den Zug gefallene Sporttasche – sie war entzweit!

Mister A. hatte sich nur ein paar Schrammen geholt, vor allem aber einen Schrecken. Anstatt aber die Klassenreise Klassenreise bleiben zu lassen, wartete er als ob nichts passiert wäre auf die nächste S-Bahn und fuhr uns nach. Der Clue der Geschichte ist, dass er einen Intercity „verwütschte“ und deshalb sogar uns überholte. Er kam sogar eine halbe Stunde vor uns in Lugano an. Kleider für die Woche hatte er aber nur noch lauter Deux Pieces…

Und was ist diesmal die Moral der Geschichte?

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