Anfangs August 2009 spielte mir „A la Carte Maps“ via Mittelsmann eine Karte über Tokyo zu. Meine „Rezension“ wäre ein Primeur geworden. Doch in der Zwischenzeit hat ausser mir schon jeder darüber geschrieben, übrigens auch hier im Blog. Das ist ärgerlich für mich!
Doch bevor das Jahr sich zu Ende neigt, hole ich dieses Versäumnis mit einer Gegenüberstellung von „A la Carte Maps“ und „Luxe City Guides“ nach:

Zugegeben, der Vergleich hinkt. Nicht nur weil sich „A la Carte Maps“ eher an Budget-Reisende oder „flashpackers“ wendet und „Luxe“ hingegen an eine gehobenere Kundschaft. Sondern vor allem, da die „A-la-Carte-Maps“-Macher gerade erst ihre erste Tokyo-Ausgabe vorgelegt haben, während „Luxe“ bereits bei der achten Auflage angelangt ist, die dementsprechend bereits einige Male überarbeitet werden konnte. (Auch wir ebookers-Blogger haben uns Tokyo schon einige Male gewidmet, etwa hier.)

Beiden Anbietern ist gemeinsam, dass ihre Produkt online vertrieben, leicht und wasserfest sind. Das ist positiv. Denn damit unterscheiden sie sich wesentlich von den schwereren und oft veralteten Handbüchern.
„A la Carte“ verschickt seine Karten mit einem Welcome Letter mit den wichtigsten Tips darin, bei „Luxe“ ist dieser Brief sozusagen bereits im Guide integriert.

Beide werben zudem damit, online mit aktuelleren Informationen aufzuwarten. Das ist mir jedoch egal. Denn wenn ich in der Stadt bin, habe ich unterwegs keine Lust, online aktuellere Infos abzuholen. Wenn ich mich online informieren will, mache ich das im Voraus und benütze als Ergänzung andere Portale. Aber jedem das seine.

Ein sympathischer Zug von „A la Carte Maps“ besteht darin, dass zehn Prozent des Profits pro Karte an ein soziales Projekt in der jeweiligen Stadt abgegeben werden.

Inhaltlich und vom Aufbau her unterscheiden sich die beiden Produkte meines Erachtens nicht gross, auch wenn wohl beide Herausgeber diesem Urteil widersprechen dürften. Beide sind trendy und hip, wobei „Luxe“ – die Bezeichnung deutet darauf hin – keine Rücksicht auf das Portemonnaie des Reisenden (beide meiden den Begriff „Tourist“) nimmt.
Der grösste Vorteil von „Luxe“ ist die praktische Grösse (7.5 Zentimeter x 15 Zentimeter) und die handliche, handorgelähnliche Faltbarkeit – ein Plus gegenüber „A la Carte Maps“ (10 Zentimeter x 21 Zentimeter).
Der grösste Vorteil von „A la Carte Maps“ sind, wie der Name schon sagt, die Stadtkarten, die bei „Luxe“ gänzlich fehlen. Leider wird dieser Vorteil zumindest im Fall von Tokyo noch nicht genügend ausgespielt, denn Orientierungshilfen auf den Karten sind rar. Da ist sicherlich noch Potential vorhanden.

Und wie lautet nun die Empfehlung des Rezensenten? Bestellen Sie beide, buchen Sie einen Flug auf www.ebookers.ch, und suchen Sie das Weite!

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