Auch Schwule, die ja bekanntlich gerne Geld für schöne Ferien ausgeben, möchten die schönsten Tage im Jahr an einem Ort verbringen, an dem sie sich wohl fühlen. Leider ist dies nicht überall der Fall, viele Hotels und Manager hegen noch immer Vorurteile gegenüber homosexuellen Gästen.

Bei den auf Ferien für Homosexuelle spezialisierten Reiseunternehmen wie der deutschen „Gaytravel“ oder „Gayreisen“, kann eine Liste von „gayfriendly hotels“ abgerufen werden. Schöner, weil übersichtlicher gestaltet, ist die Seite von Pinkcloud. Hier sind die entsprechenden Hotels unterteilt nach „City Hot Spots“, „Beach Hot Spots“, „Overseas Hot Spots“ etc. Auch gibt es einen Link für „women only“ sowie für Rundreisen, Kreuzfahrten und Gay-Events. Interessierte finden also ganz schnell, was sie suchen.

Hier eine (nicht abschliessende) Liste von Hotels, die sich als „gayfriendly“ bezeichnen.

New York: Royalton, Travel Inn New York, Morgans, Paramount
London: The Caesar, The Cumberland, Blooms Town Hotel, One Aldwych, Athenaeum Hotel
Amsterdam: Acro, Mövenpick, Vondel, Sofitel
Barcelona: Axel, Pulitzer, Lleo, Principal, Ramblas
Sitges (bei Barcelona): Antemare, Calipolis, La Masia Casanova
Ibiza: Maritimo, Marigna, Palladium Palace Ibiza
Gran Canaria: Villas Blancas, Club Tucanes Playa del Ingles, Birdcage Resort, Club Mancha, Beach Boys
Berlin: Mercure Hotel Berlin Checkpoint Charlie, Belmondo, Bleibtreu
Mykonos: Elysium, Hermes, Mykonos Beach

In der nächsten Folge von „Pink Travel“ stelle ich einige Weblinks vor, die für Homosexuelle von Interesse sein könnten.

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Kommentare

  • Thommen

    Ich finde es bemühend, den Heteros „die Schwulen“ einfach als „kaufkräftige“ Konsumgruppe zu verkaufen. Das ändert dann gar nix an den Vorurteilen – es erzeugt einfach neue!

    5. August 2008 at 18:00
  • Ralf

    Ich teile die Aussage von Thommen.
    Die Gay and Lesbians gelten als kaufkräftig und werden deshalb im Tourismus übermässig beackert. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch der Blog von FVW über die Scandinavian Airlines Gay and Lesbian Kampagne:
    http://www.fvw.de/index.cfm?objectid=C5C1602B-B640-5D03-E07FC9441B3413EE&fvwblogEntry=

    7. August 2008 at 13:15
  • Dusan

    Na ich weiss nicht, ihr beiden. Klar kann man sich fragen, warum denn so viele Angebote für Schwule existieren, doch wie ihr es selber schreibt: Sie sind kaufkräftig und ausgabefreudig.
    Es gibt ja auch Angebote für Reiche genauso wie es Billigangebote gibt. Es ist einfach ein zusätzliches Segment… Aus betriebswirtschaftlicher Sicht natürlich immer spannend 🙂

    7. August 2008 at 13:55
  • Ralf

    Ich habe auch nichts gegen Gay and Lesbians. Ich wundere mich nur über die übertriebenen und nicht zu Ende gedachten Zielgruppenprogramme für dieses Segment. Es gibt ja kaum noch eine Länder- oder Städte- Tourismus Webseite, die sich nicht als gay friendly proklamiert.
    Sehr interessant finde ich, dass dann Städte, von denen es man gar nicht glauben würde, plötzlich Top trendige Gay Destinationen werden, wie zum Beispiel: Istanbul (Wer hätte das gedacht).

    7. August 2008 at 14:28
  • Thommen

    Ich habe grundsätzlich ja nix gegen „Schwulenfreundlichkeit“. Ich will nur anmerken, dass in den vergangenen Jahrzehnten sich viele Schwule keine Gedanken gemacht haben, wie es denn den Homosexuellen in dem Reiseland oder am Ort wirklich ergeht… Hauptsache der F… stimmte.

    Und nun machen sich viele Destinationen auch keine Gedanken über ihre Feriengäste… Hauptsache das Geld stimmt.

    Beispiel: „Türkische Stadt Bodrum soll Zentrum des Schwulentourismus werden

    Schwule und Lesben werden im türkischen Prominenten-Urlaubsort Bodrum künftig mit Blumen empfangen. Das kündigte Bodrums konservativ-religiöser Bürgermeister, Mazlum Agan, an. Der Anlass für die plötzliche Offenheit: der internationale Homosexuellen-Reiseverband wird die Küstenstadt im kommenden Jahr in sein Programm aufnehmen. Von den Urlaubsanbietern in der Türkei werden die Pläne freudig begrüßt. Sie erklärten, das Privatleben der Menschen interessiere sie nicht, es gehe ihnen lediglich ums Geschäft.“ (Q: dradio.de)

    Hauptsache

    13. September 2008 at 15:45
  • Thommen

    Ich habe grundsätzlich ja nix gegen „Schwulenfreundlichkeit“. Ich will nur anmerken, dass in den vergangenen Jahrzehnten sich viele Schwule keine Gedanken gemacht haben, wie es denn den Homosexuellen in dem Reiseland oder am Ort wirklich ergeht… Hauptsache der F… stimmte.

    Und nun machen sich viele Destinationen auch keine Gedanken über ihre Feriengäste… Hauptsache das Geld stimmt.

    Beispiel: „Türkische Stadt Bodrum soll Zentrum des Schwulentourismus werden

    Schwule und Lesben werden im türkischen Prominenten-Urlaubsort Bodrum künftig mit Blumen empfangen. Das kündigte Bodrums konservativ-religiöser Bürgermeister, Mazlum Agan, an. Der Anlass für die plötzliche Offenheit: der internationale Homosexuellen-Reiseverband wird die Küstenstadt im kommenden Jahr in sein Programm aufnehmen. Von den Urlaubsanbietern in der Türkei werden die Pläne freudig begrüßt. Sie erklärten, das Privatleben der Menschen interessiere sie nicht, es gehe ihnen lediglich ums Geschäft.“ (Q: dradio.de)

    Hauptsache das Geld stimmt

    13. September 2008 at 15:46
  • Dusan

    „Hauptsache das Geld stimmt“ Ja da hast du Recht!

    Ich verstehe den Einwand, aber letztlich sind es eben, wie in deinem Beispiel von der Türkei, auch die Einheimischen, die von diesem, wenn auch schwulen, Tourismus profitieren werden.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich dies wirklich negativ deuten kann…

    14. September 2008 at 13:16
  • Erik

    ein nettes Gaytravel-Portal ist auch http://www.reisenet.com/schoner-reisen/gay-travel/index.php Das fehlte mir hier irgendwie noch…

    16. Januar 2009 at 14:57

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