Sommer, Sonne, Strand…Gefängnis? Wer nicht aufpasst, kann in fremden Ländern schnell gegen das Gesetz verstossen. Hier einige Verhaltenstipps:

Moral- und Sittenregeln
Hier ist vor allem in islamischen Staaten und den USA Vorsicht geboten. Schon das Umziehen am Strand oder ein nackt am Meer spielendes Kleinkind wird in Amerika oft als Erregung öffentlichen Ärgernisses aufgefasst und kann eine Anzeige nach sich ziehen.

Besonders unglaublich: Das deutsche Auswärtige Amt rät Eltern unbedingt zu unterlassen, Ferienfotos von ihrem nicht vollständig bekleideten Nachwuchs zu machen. Solche Aufnahmen gelten in den USA schnell als Kinderpornografie. Mal ehrlich – man kann es auch übertreiben. Welche Eltern tendieren denn nicht dazu, ihren Nachwuchs in den Ferien alle fünf Minuten zu fotografieren?

Drogen- und Medikamente
Wie eigentlich immer gilt: Finger weg von Drogen. Rauschmittelbesitz ist zwar auch hierzulande verboten. Aber anders als bei uns können im Ausland schon kleinste Mengen weicher Drogen zu härtesten Strafen führen. Dies gilt etwa für Norwegen oder die USA. In Asien und in etlichen islamischen Staaten droht mitunter sogar die Todesstrafe.

Auch wer Medikamente einnimmt, sollte sich vorab informieren. Hierzulande vollkommen legale Schmerzmittel oder Psychopharmaka könnten bei der Einreise etwa in die USA oder in den Oman als illegale Drogen betrachtet werden.

Alkohol
In den USA ist Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit fast überall untersagt, auch in Estland gilt auf öffentlichen Plätzen ein Trinkverbot. In vielen islamischen Ländern herrscht ein totales Alkoholverbot.

Für Alkohol am Steuer gelten vielerorts andere Regeln: Während in der Schweiz die 0,5-Promille-Grenze gilt, dürfen sich Lenkerinnen und Lenker in einigen osteuropäischen Ländern nur nüchtern ans Steuer setzen. In Norwegen und Schweden gilt ein Grenzwert von 0,2-Promille, Irland, Grossbritannien und Malta lassen noch 0,8-Promille zu.

Fotografieren
In vielen Ländern dürfen Flughäfen, Herrscherpaläste, Regierungsgebäude sowie Polizei- und Militärposten aus Sicherheitsgründen nicht fotografiert werden. Selbst wer eine Brücke ablichtet, kann unter Spionageverdacht geraten. Auch auf Zypern und in Griechenland gibt es solche Fotografierverbote.

Kauf von Andenken
Schon ein vermeintlich harmloser Souvenir-Einkauf kann Touristen, etwa in der Türkei, mit dem Gesetz in Konflikt bringen. Die Behörden dort achten penibel darauf, dass archäologische Fundstücke nicht ausser Landes geschafft werden. Interessierte sollten sich vor Erwerb und Ausfuhr ausgefallener Andenken stets vorab beim Zoll informieren. Gefälschte Markenartikel zu kaufen, ist natürlich auch verboten.

Diese Liste der Verbote liesse sich wohl unendlich verlängern. Eines, das mir noch einfällt, ist das Beleidigen des thailändischen Königs. Vorsicht – als Beleidigung gilt bereits, auf eine Geldnote zu treten, auf der sein Anlitz abgebildet ist.

Selber bin ich auch schon in die Falle gelaufen: Weil Pfeffersprays in Grossbritannien als „illegale Waffe“ gelten, wurde ich auf einem Flughafen in London vor ein paar Jahren von zwei Polizisten verhört und hätte um ein Haar meinen Rückflug verpasst. Erst als ich glaubwürdig erklären konnte, dass die Dinger in der Schweiz absolut legal sind und ich nicht wusste, dass dies in England anders ist, durfte ich gehen. Mir blieb aber die Frage: Womit verteidigen sich englische Frauen im Falle eines Angriffs? Die Antwort des Officers: „A kick in the balls should do!“

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