reiseabcBevor ich dieses Buch in den Händen hielt, hatte ich noch nie etwas von Helge Timmerberg gehört, aber das will nichts weiter heissen. Mein Freund hat das Buch von seinem Bruder zu Weihnachten bekommen und alle Bücher, deren Titel etwas mit „Reise“ zu tun haben, ziehen magisch mein Interesse auf sich. Der Klappentext klang ausserdem sehr verlockend: „Wie kommt man umsonst in jede Diskothek am Urlaubsort? Wie gross ist das Risiko von einer Kokusnuss erschlagen zu werden? Wie geht man im Urlaub mit wilden Hunderudeln um“. Ich krallte mir also das Buch und verbrachte damit eine Stunde in der Badewanne – mehr Zeit braucht man wirklich nicht, um es durchzulesen. Womit ich beim ersten Knackpunkt wäre. Von einem Reise-ABC erwarte ich wirklich mehr als eine unausgegorene Ansammlung mehr oder weniger sinnvoller Ratschläge, die ich in so kurzer Zeit weg lese.

Gleich bei A wie „Anfängerfehler“ werde ich stutzig. Dort steht neben „Haareschneiden in Thailand“ und „Fakes kaufen“, „Auf die Frage „May I help you?“ ja zu sagen“. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich auf meinen Reisen immer gern Angebote von Einheimischen angenommen, die mir helfen wollten. Hier kann ich mich der Meinung des Autors also absolut nicht anschliessen. Und überhaupt, nach ein paar Seiten hatte ich die Nase voll. Irgendwie liest sich das ganze Buch sehr selbstverliebt. Timmerberg will uns erzählen, was ihm auf Reisen schon alles passiert ist und was er daraus gelernt hat und uns mitgeben möchte. Nur sehr viel ist das nicht und oft stimmt es nicht mit meinen Reiseerfahrungen überein.

Ein paar witzige Cartoons des Künstlers Peter Puck, heitern das Buch auf, täuschen aber nicht darüber hin weg, dass es dem Buch an Inhalt fehlt und keinesfalls ein Reise ABC darstellt. Hätte Timmerberg mal lieber seine zusammenhangslosen Texte als Reiseblog angeboten, statt als Buch, hätte ich dem ganzen Thema bestimmt mehr abgewinnen können.

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Kommentare

  • Udo Habermann

    reise- sowie leseerfahrungen sind zwar meistens individuell, doch mit helge timmerberg hat udo die genau gleichen erfahrungen gemacht! neben dem reise-abc las udo zudem „tiger fressen keine yogis“ und kommt zum selben urteil: super klappentext, zu grosse klappe, kaum inhalt.

    1. Februar 2009 at 01:44

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