Menschenleere, palmengesäumte Traumstrände zum Relaxen, aufregende Erlebnisse in fernen Ländern, neue, bereichernde Eindrücke in den schönsten Tagen des Jahres. Sorglos mit allen Sinnen geniessen möchte man das – wer mag da schon an Unvorhergesehenes denken?!

Mal kurz schauen, wo eine Versicherung ein gĂĽnstiges Paket anbietet, abschliessen, und alles ist gut. Doch ist das wirklich so einfach? NatĂĽrlich gibt es die beliebten Rundum-Sorglos-Pakete von vielen Versicherungen, doch ist man damit wirklich gut und richtig bedient?

Die Antwort ist klar und ernüchternd: nein. So einfach ist es leider nicht. Es lohnt sich, vor dem Urlaub genau zu überlegen, welche Versicherung man wirklich braucht, und dann Preise und Leistungen der einzelnen Angebote zu vergleichen. Nicht jede Reise nämlich erfordert ein komplettes Versicherungspaket, und so mancher Reisende ist ein einem Bereich überversichert, hat das grösste Risiko aber völlig übersehen und gar nicht abgesichert.

So sind die Mitteleuropäer Verreise-Weltmeister, das Gros aber ist völlig falsch versichert. Gern wird das Urlaubsgepäck völlig ĂĽberversichert, die ReiserĂĽcktrittsversicherung aber wurde genauso ĂĽbersehen, wie die Auslandskrankenversicherung. Vor allem Last-Minute- und Pauschalreisende kaufen ihr „Rundum-Sorglos-Paket“ oft schon bei der Buchung mit, doch sind diese Angebote bestenfalls zufällig auf die Reise und die eigene Lebenssituation abgestimmt. Einzelpolicen wären fast immer billiger. Und: Braucht man all diese Versicherungen wirklich?

Das Wichtigste und im Ernstfall folgenschwerste Risiko ist die Erkrankung des Reisenden oder eines Familienmitglieds. Zwar sind EU-Europäer im Besitz der EU-Gesundheitskarte und wähnen sich auf der sicheren Seite, solange das Reiseziel in Europa liegt. Doch letztlich leistet die gesetzliche Krankenkasse nur eine Art Grundsicherung. Wer auch im süd- oder osteuropäischen Urlaubsziel mitteleuropäischen Komfort bei einem etwa nötigen Krankenhausaufenthalt möchte, statt unter einer Wolldecke in einem Riesensaal zu liegen oder wer in jedem Fall einen Rückflug in die Heimat möchte, sollte eine Auslandskrankenversicherung abschliessen, deren Tarif genau das auch absichert.

Man sollte sich also genau anschauen, was die eigene Krankenkasse leistet. Wer nur eine Grundversicherung abgeschlossen hat, sollte zusätzlich eine Reisekrankenversicherung abschliessen. Vor allem, wer in Länder mit einem relativ „teuren“ Gesundheitssystem wie die USA reist oder einen langen Heimtransportweg hätte, sollte die Angebote genau durchsehen. Auslandskrankenversicherungen bieten eine Vielzahl von verschiedenen Tarifen; da ist fĂĽr jeden etwas dabei. Diese Versicherung ist also wichtig – und fĂĽr kleines Geld zu haben. Wer schon länger eine Auslandskrankenversicherung hat, sollte den Vertrag einmal ĂĽberprĂĽfen. Die Konditionen ändern sich, und viele Gesellschaften bieten heute deutlich bessere Leistungen bei RĂĽcktransport und Klinikaufenthalt.

Bei der Gepäckverlust-Versicherung/Reisegepäckversicherung sieht das ganz anders aus. Da sollte man erst einmal an die eigene Hausratversicherung denken. Wer innerhalb Europas reist, dessen Gepäck ist bereits versichert. Ob man nun eine extra Reisegepäckversicherung hat oder einen Schaden über die Hausratversicherung abrechnet, es ist in jedem Fall schwieriger geworden, zu seinem Geld zu kommen. Schuld daran sind die vielen Versicherungsbetrügereien. Die Beweislast liegt daher nun beim Reisenden: Er muss beweisen, dass er nicht fahrlässig gehandelt und sein Gepäckstück keine Sekunde aus den Augen gelassen hat.

Zum Reisegepäck ein kleiner Tipp: Wer auf eine Trekkingtour mit Rucksack geht, hat in der Regel ohnehin keinen wertvollen Schmuck oder wertvolle Kleidungsstücke dabei. Aber müssen auch die teure Uhr, die teure Kameraausrüstung, das iPhone und der Laptop mit, wenn man nicht professionelle Reiseberichte schreibt und nur einen Badeurlaub auf Mallorca macht? Wer darauf verzichten kann, kann sich meist auch die Reisegpäckversicherung sparen.

Bei der Reiserücktrittsversicherung oder der Reise-Annulierungskosten-Versicherung sollte man ganz genau hinsehen. Da, wo sie oft am sinnvollsten wäre, nämlich bei einer sündhaft teuren Kreuzfahrt, gilt sie manchmal nicht. Denn die meisten Versicherer haben beim Reisepreis eine Obergrenze von 10.000 Euro. Auch können oft Schiffsreisen gar nicht versichert werden wegen des durchschnittlich höheren Alters der Reisenden. Gleiches gilt für die Reiseabbruchversicherung; beide Versicherungen gibt es auch als Paket. Auch da sollte man ganz genau hinschauen und überlegen, ob man den Schutz wirklich für ein ganzes Jahr braucht.

Viele Versicherungen verlangen einen Selbstbehalt im Schadensfall, dessen Höhe sehr verschieden sein kann. Durchschnittlich kann man von 20 Prozent des erstattungsfähigen Betrages ausgehen. Policen, die mehr verlangen, sollte man nicht unterschreiben. Es gibt auch Reiseversicherungen ohne Selbstbehalt, die durchwegs deutlich teurer sind. Bleibt noch die Frage nach dem Alter. Kommt Oma mit in den Urlaub? Dann muss man auf das Höchstalter in den Policen achten. Bei fast allen Reiseversicherungen gibt es eine Altersbeschränkung von höchstens 75 Jahren.

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