Es gibt zwei Gründe, weshalb ich wieder nach Hokkaido gehen werde: die Stadt Sapporo und das gute Essen. Noch in kaum einer japanischen Grossstadt habe ich mich so frei und uneingeengt gefühlt wie hier, wobei man Naha auf Okinawa für japanische Verhältnisse nicht wirklich als gross beschreiben kann. Die Oodori, der Boulevard mitten in der Stadt, ist dann auch eines der Wahrzeichen. Sapporo hat viel Platz, ist luftig, lebendig, friedlich. An Sapporo hat auch Bernhard Russi gute Erinnerungen, denn vor etwas mehr als 40 Jahren gewann er an den ersten Olympischen Winterspielen in Asien Gold in der Abfahrt. Doch über den Winter in Sapporo kann ich leider erst berichten, sobald ich ihn selbst erlebt habe.

Doch beginnen wir beim konventionellen Sightseeing. Als erstes fällt der Fernsehturm am Anfang der Oodori auf. Als wir da waren, erhielt man mit der Billettquittung am Fuss des Turms ein Softice zum halben Preis. Also achtgeben auf Aktionen, das ist in Japan immer wichtig! Ob man vom Turm aus das rote Backsteinhaus sehen kann, weiss ich nicht mehr, aber einen Besuch ist der ehemalige Regierungspalast auf jeden Fall wert, denn er beherbergt auch ein gratis Museum zur Geschichte Hokkaidos – wenn auch ein wenig tendenziös im Ausstellungsraum zum Kurilenkonflikt. Auch der Tokeidai ist sehenswert. Doch heisst er nun auf Deutsch Uhrturm oder Uhrenturm? Im Netz findet man beides, da bleiben wir doch lieber englischen Clock Tower 🙂

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(Quelle: filmvanalledag bei flickr.com, CC BY 2.0)

Zwei Sachen hatte ich in meinem bisherigen Beitrag zu Hokkaido vollständig vernachlässigt: die heissen Quellen und das leckere Essen und Trinken. Stellvertretend für alle heissen Quellen – japanisch Onsen – auf Hokkaido sei hier Jozankei in Sapporo erwähnt. Verdankenswerterweise hat Andrea mir das Schreiben über Ryokan und Onsen bereits abgenommen.

Übers Essen spreche ich bekanntlich nicht besonders gerne, doch mache ich hier nochmals eine Ausnahme.

Die drei bekanntesten und leckersten Beilagen zum Reis in ganz Hokkaido sind Uni, Kani und Ikura – oder Seeigel, Krabbe und Lachsrogen. Ikura ist übrigens ein russisches Fremdwort. Kein Wunder, Russland liegt ja nur ein paar Kilometer entfernt.

David McKelvey
(Quelle: Davidf McKelvey bei flickr.com, CC BY 2.0)

Sapporo ist berühmt für sein Ramen-Nudelsuppe. Diese gibt es an über tausend Orten und in etwas weniger Arten. Ein ausgezeichneter Bericht über die Ramen-Haupstadt Sapporo findet sich hier. Und was passt besser zu einem heissen Ramen als ein kühles Bier? Hokkaido ist bekannt für zwei Getränke: Milch und Bier, irgendwo habe ich einmal gelesen, dass es sogar eine Biermilch oder ein Milchbier gäbe, aber verfolgt habe ich diese Spur nicht. Entweder bestellt man das Bier im Ramenrestaurant oder man ein Ramen im Sapporo Biergarten. „The Sapporo Beer Garden is the only place where you can taste all of Hokkaido’s greatest foods at one location“, doch vorsicht, bei sovielen Leckereien den Mund nicht zu voll zu nehmen… Legendär ist das Sapporo Bier nicht erst seit der Legendary Biru Werbung. Kanpai!

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