Wurde euer Koffer am Flughafen auch schon mal verschlampt? Dann seid ihr nicht die Einzigen. Ihr gehört zu den 42 Millionen Passagieren im Jahr, die an der Gepäckausgabe vergeblich warten und sich denken: „Na, das fängt ja gut an!“

Wenn es da ist, stört's. Wenn es weg ist, hat man Stress: das Reisegepäck; Foto: Keystone, Michele Limina
Wenn es da ist, stört's. Wenn es weg ist, hat man Stress: das Reisegepäck. Foto: Keystone, Michele Limina

Nach Angaben der Konsumentenschutzorganisation Air Transport Users Council (AUC) werden pro Jahr weltweit 42 Millionen Gepäckstücke nicht ordnungsgemäss abgefertigt, fliegen deshalb an eine falsche Destination und treffen verspätet beim Besitzer ein. Eine Million Gepäckstücke gehen sogar für immer verloren.
Wie Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel gegenüber 20 Minuten sagte, liefere die Swiss 99 Prozent der vermissten Gepäckstücke innerhalb von 48 Stunden an den Besitzer aus, 90 Prozent sogar innerhalb von 24 Stunden. Laut Donzel hält sich die Swiss bei Verlusten an die Montreal-Konvention, die die Entschädigungspraxis regelt. Die maximale Vergütung beträgt 1800 Franken, der Inhalt muss aufgelistet und für teure Güter eine Quittung vorgewiesen werden.

Aber was tun, wenn das Herz laut pocht – und das Gepäck nach langem Warten noch immer nicht übers Rollband läuft?: Gemäss Montreal-Konvention muss sich der Passagier umgehend am Fundschalter in der Ankunftshalle melden, um entschädigt zu werden. Dort wird ein Fragebogen ausgefüllt und eine Referenznummer zugeteilt. Die Ausgaben mit allfälligen Quittungen müssen der betroffenen Airline schriftlich innert 21 Tagen mitgeteilt werden. Bei Verspätungen gibt es nur für einen tatsächlich entstandenen Schaden eine Entschädigung und wenn die Airline nicht nachweisen kann, dass sie alle zumutbaren Massnahmen getroffen hat, den Schaden zu vermeiden.
Es empfiehlt sich ohnehin, wichtige Dinge im Handgepäck zu befördern. Denn die hohen Verspätungs-Raten werden wohl auch in Zukunft nicht sinken: Die Zahl der zu spät ausgelieferten Gepäckstücke dürfte gemäss AUC-Experten bis 2019 sogar auf 70 Millionen steigen. Im Jahr 2005 waren es noch 30 Millionen.

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