Der Markt für Last Minute-Angebote hat sich gewandelt. Die Reiseveran- stalter bauten ihre Überkapazitäten ab und ermutigen mit First Minute- Angeboten die Reisenden zur frühen Entscheidung. ebookers-Product Manager Urs Angst gewährt im Gespräch einen Blick hinter die Kulissen.

Urs Angst, wie hat sich das Last Minute-Geschäft verändert?

Urs Angst, Product Manager ebookers Schweiz In den letzten Jahren hat sich das Last Minute-Geschäft insofern verändert, dass viele Reiseveranstalter Über- kapazitäten aus dem Markt genommen haben. Das Last Minute-Angebot wurde kleiner. Im Detail heisst dies, es wurde marktnaher produziert, um das Last Minute-Risiko zu minimieren. Einerseits konnten so allzugrosse Preis- abschläge bei den Angeboten verhindert werden, das Produkt musste nicht „verscherbelt“ werden. Andererseits war es für die Reiseveranstalter auch riskant, da ein Grossteil der Kundschaft bis im letzten Moment mit der Reisebuchung zuwartete, um saftige Rabatte entgegenzunehmen.

Gibt es überhaupt noch einen Markt für Last Minute-Angebote?

Es wurde generell zu einem Modell mit „First Minute“-Rabatten übergegangen, um die Kunden zum frühen Buchen zu animieren. Einen Last-Minute Markt gibt es aber immer noch und wird es auch immer geben. Es gibt immer irgendwo Übberkapazitäten, da die Nachfrage nach gewissen Destinationen nie hundert- prozentig kalkulierbar sein wird. Dann muss und wird mit den Margen gespielt, das heisst, es werden Preisabschläge gewährt. Dazu ist der Begriff „Last Minute“ im Markt auch recht stark geworden. Es gehört einfach dazu, auch kurzfristigen Buchern interessante Angebote machen zu können.

Gibt es saisonale Unterschiede vom Volumen her?

Wir hatten dieses Jahr bisher sehr konstante Buchungszahlen Monat für Monat, wobei es ab April noch ein wenig mehr angezogen hat. Ab Mitte Oktober lassen die Buchungen saisonal bedingt nach. November und Dezember sind schwache Buchungsmonate.

Welche Destinationen sind aus Ihrer Sicht besonders gefragt?

Bei uns sind alle bekannten Traumstranddestinationen gefragt. Allen voran Mallorca, dann Antalya und auch die Kanarischen Inseln mit Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura. Dann natürlich auch Griechenland mit Kreta und Rhodos. Bei Hurghada in Ägypten ist dieses Jahr überraschend, dass es auch im Mai und Juni noch stark gebucht wurde, ist die Destination norma- lerweise doch eher im Winterhalbjahr besonders gefragt. Bei Antalya kann von einem eigentlichen Revival gesprochen werden. Es war in den Jahren 2006 und 2007 aus verschiedenen Gründen eher buchungsschwach.

Sind es vor allem Packages, die angeboten werden?

Wir von ebookers.ch bieten für Badeferien generell nur Packages an. Jedoch kann es sich für gewisse Destinationen auch lohnen, individuell Flug und Hotel bei uns zu buchen. Nach Palma de Mallorca zum Beispiel gibt es tägliche Linien- flüge zu attraktiven Preisen und auch unser Hotelangebot für diese Insel ist interessant. In einem solchen Fall kann auch individueller gebucht werden, z.B. nur für ein Wochenende oder 3 bis 4 Tage. Die meisten Pauschalpackages von Reiseveranstaltern sind nämlich auf 7 oder 14 Tage festgelegt.

Worauf sollten Kunden besonders achten?

Wir möchten, dass jeder Kunde seinen Traumurlaub verbringen kann. Da wir unsere Reisen nur auf dem Internet anbieten und deshalb die Beratungs- möglichkeit eingeschränkt ist, bitten wir die Kunden, alle Beschreibungstexte und Allgemeinen Bestimmungen genau zu lesen. Generell gibt es aber keine Unterschiede zwischen den Angeboten, die Sie in Ihrem Reisebüro um die Ecke buchen und den Angeboten bei uns.

Unsere preislich besonders starken Angebote finden sich im Bereich 4* mit Halbpension. Dorthin geht denn auch der Trend im Schweizer Reisemarkt. Die Kunden gönnen sich für Ihren Urlaub an der Sonne gerne etwas Besonderes. So sollte es auch sein!

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