Als neue Wirtschafts- und Finanzmetropole Chinas erfährt Shanghai seit den 90er Jahren eine Veränderung, die weltweit ihresgleichen sucht. Hier geht man hin zum shoppen und wegen der atemberaubenden Skyline – eine kulturelle Hochburg war Shanghai dagegen nie.

Skyline by Night

(Fotos: Andrea Schmits)

Kommt man nach Shanghai, nachdem man zuerst den Norden Chinas bereist hat, ist die Stadt eine Wohltat: Moderner und leider auch teurer als die Städte im Norden, ist Chinas zweitgrösste Stadt (16 Mio. Einwohner) auch westlicher, ein kleines bisschen sauberer und viel strukturierter.

Das „Manhattan Business Hotel“ ist günstig (etwa 30 Franken pro Person), einfach, sauber und an perfekter Lage. Zu Fuss erreicht man in wenigen Minuten den „Bund“, die Uferstrasse des Flusses Huangpu. Hier flanieren Tag und Nacht Touristen den Boulevard entlang und schiessen unzählige Fotos von der farbigen und beeindruckenden Skyline, welche die Hochhäuser auf der anderen Seite des Flusses bilden.

Einkaufsstrasse Nanjing Lu

Vom Bund zweigt auch Chinas bekannteste Einkaufsstrasse ab, die Nanjing Lu. Hier zeigt sich China von einer ganz anderen Seite, als wir es vom Norden gewohnt sind: Die breite Strasse ist streckenweise autofrei und das Zuhause grosser Kaufhäuser, kleiner Boutiquen und hipper Läden. Wie gehabt werden aber auch hier illegale Waren wie gebrannte DVDs, falsche Marken-Handtaschen und „Rolex“-Uhren in kleinen Gassen und Hinterzimmern mit zugeklebten Fenstern verkauft.

Auf der anderen Seite des Flusses stehen neben dem Pearl Tower, dem höchsten Fernsehturm Asiens, weitere grosse Einkaufszentren, in denen man locker einen halben Tag verbringen kann. Für Fussgänger führt übrigens keine Brücke über den Fluss, sondern der Tourist Sightseeing Tunnel: In einer kleinen Bahn fährt man unter dem Fluss hindurch, begleitet von Musik und farbigen Lichtspielen – absolut nichts besonders, aber irgendwie schon alleine aufgrund seiner Absurdität die paar Franken Eintritt wert und ein bequemer Weg, um auf die andere Flussseite zu gelangen!

Skyline by Day

Wie gesagt, nach Shanghai geht man nicht wegen der Kultur, denn viel hatte die Stadt in dieser Hinsicht noch nie zu bieten. Zu den wenigen kulturellen Sehenswürdigkeiten Shanghais zählen aber der fast zwei Meter hohe Jadebuddha im Jadebuddha Tempel, der aus nur einem einzigen Stück Jade besteht; das Shanghai Museum mit wertvollen Funden aus den letzten zwei Jahrtausenden sowie die Altstadt Nanshi mit der Zickzackbrücke (zur Geisterabwehr) zum Huxinting-Teehaus und der im südchinesischen Stil angelegte Yu-Garten.

Mein Fazit: Ist man bereits in China, ist Shanghai unbedingt einen Abstecher wert – 2 Tage reichen aber.

Mehr Infos zu Shanghai unter travelchinaguide.com.

Tagged: Archive, ebookers News

Kommentare

  • Kerstin

    Ein Stück Shanghai findet man mittlerweile auch an der Elbe. In Hamburg wurde kürzlich das Huxinting-Teehaus in einem kleineren Maßstab als Hamburg-Shanghai-Tourismus-und-Kulturzentrum eröffnet.

    17. Oktober 2008 at 12:33

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