Es ist sicher jedem schon mal passiert: Trotz »Flüssigkeitsverbots» hatte man doch noch eine Flasche Wasser im Handgepäck, das man durch die Sicherheitskontrolle »schmuggeln» wollte. Am Ende musste man dann – mehr oder weniger genervt – eine volle Flasche Wasser in den Mülleimer werfen. Aber haben wir uns eigentlich schon mal gefragt, wie es dem Sicherheitspersonal geht, das Tag für Tag dieselben Diskussionen führen muss (und die unglaublichsten Dinge im Gepäck der Passagiere entdeckt)?
„Zeit-Online“ hat mit Achim Lucchesi über seine Erfahrungen gesprochen. Zwei Jahre lang hat er am Frankfurter Flughafen als Handgepäckkontrolleur gearbeitet. Der Satz, den er am häufigsten zu hören bekam: »Sehe ich etwa aus wie ein Terrorist?«

Was er sonst noch beobachtet hat?

Nun ja, die Schweizer sind seiner Meinung nach besonders anstrengend:

Da sagt man zu einem: »Kommen Sie mal her, die Torsonde hat geklingelt.« Der Schweizer darauf: »Sie brauchen mich nicht zu untersuchen. Ich bin doch gar nicht in der EU.«

Und Promis auch, besonders einer:

Die denken, dass sie etwas Besseres sind als normale Passagiere. Am schwierigsten war immer Boris Becker. Der machte jedes Mal ein Riesen-Bohei. Ich solle ihn nicht so fest anfassen, und ob ich ihn nicht kennen würde. Wenn wir den Becker kommen sahen, verdrückten sich immer alle Kollegen und sagten: »Och nee, geh du mal.«

Das vollständige, wirklich amüsante Interview könnt ihr hier nachlesen.

Foto: Keystone; Gaetan Bally.

Tagged: Archive, ebookers News

Kommentare

  • Roland

    Humor? Lustig? Tut mir leid, finde ich nichts daran.. und die meisten Leser (wenn ich nach den Amazon-Bewertungen gehe, die nicht vom Verlag selber sind) scheinbar ebenfalls nicht..

    Und ein paar „Prunkstücke“, die ich ebenfalls kaum toll finde:

    -Er findet bei einem männlichen Passagier offenbar benutzte Damenunterwäsche im Handgepäck, daraufhin macht er dann ein grosses Trara am Sicherheitsgate, auf das alle Passagiere mitbekommen, was der Mann in seinem Gepäck hatte. Alleine dafür hätte er sofort entlassen werden müssen.

    -Er war offenbar weder bei Vorgesetzten noch Kollegen wirklich beliebt, da sie ihn (laut seiner Aussage) immer die „Arschjobs“ machen liessen. Hängt wohl auch mit seiner Arroganz zusammen.. (Er war vormals Bodyguard, das war ihm aber „zu stressig“)

    -Sein Arbeitsverhältnis wurde nach 2 Jahren beendet. Klingt ja nach richtig langer Arbeitserfahrung..

    Will heissen: Das Büchlein hat erfundene oder zumindest massiv überdrehte Geschichten drin, die gekünstelt auf witzig gemacht wurden, von einer Person geschrieben, die sich selbst für den Nabel der Welt hält, und in einem Servicejob überhaupt nichts verloren hat. Zum Glück haben das auch seine Vorgesetzten bemerkt, und zum Glück haben wir in Zürich-Kloten grösstenteils Sicherheitspersonal, das mit einem positiven Lebensgefühl an seine Arbeit geht, und nicht solche Kerle wie den Herrn der diesen Schund geschrieben hat.

    8. November 2011 at 22:19

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