Ups, das wird viele Lonely-Planet-Anhänger wenig begeistern: Laut „Spiegel Online“ gibt der Autor Thomas Kohnstamm zu, Inhalte für die weltbekannten Reiseführer abgeschrieben oder sogar erfunden zu haben. Diese Veröffentlichung wiegt schwer, beschäftigt doch Lonely Planet laut eigenen Angaben etwa 400 Autoren, die rund um die Welt reisen und die 270 Reiseführer verfassen. Ob da noch weitere Fehlleistungen aufgedeckt werden?

Mich hat es bisher ja immer verwundert, wieso in allen Reiseführern immer dasselbe steht, dass jeder Verlag die gleichen Geheimtipps präsentiert, immer und überall die gleichen Restaurants erwähnt sind. Ob da einer zu Hause vor dem Computer sitzt, einen bestehenden Reiseführer abschreibt und eine eigene Reihe herausgibt? Die News zum Thema „Fälschungen bei Lonely Planet?“ lest ihr am besten auf der Homepage des Verlags nach.

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Kommentare

  • Ralf

    Mich hat es bisher ja immer verwundert, wieso in allen Reiseführern immer dasselbe steht, dass jeder Verlag die gleichen Geheimtipps präsentiert, immer und überall die gleichen Restaurants erwähnt sind.

    Interessanter Beitrag.
    Es ist mir auch schon aufgefallen, dass sich einige Reiseführer sehr ähneln.
    Es soll auch so sein, dass man als Leistungsträger an einige Reiseführer eine „Gebühr“ zahlen kann, um Aufnahme in die Reisetipps zu erhalten. Solange es sich dabei um eine Art „Prüfungsgebühr“ ohne Anspruch auf Erwähnung handelt, mag das ja noch o.k. sein.
    Wenn es aber so ist, dass man als Geheimtipp gehandelt wird, sobald man genug dafür bezahlt, ist das nicht so gut. Leider trifft das nicht selten zu.
    Insgesamt muss man die Angriffe auf Lonely Planet aber doch relativieren. Einer der Ex-Autoren soll sogar gesagt haben, dass er so schlecht bezahlt worden sei, dass er sogar mit Drogen hätte handeln müssen. Das macht seine Aussage und ihn selber unglaubwürdig und unmöglich. Aber trotzdem, ich stimme dir zu: „In vielen Reiseführern steht immer dasselbe.“

    24. April 2008 at 23:00
  • Andreas

    Finde es auch schlimm, wenn das wahr ist. Doch im Grunde sollte man als Reisender sowieso selber auf Entdeckungstour gehen und sich nicht auf die Führer verlassen.

    Das fiel mir auf, als ich mal in Buenos Aires in ein Restaurant ging, das als Geheimtipp gehandelt wurde, dann aber VOLL mit blöden BACKPACKERN war. Schlimmer als eine Kneipe in Frauenfeld, Bierre oder Thun voller Grüner…

    25. April 2008 at 10:19

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