Im englischsprachigen Internet boomen Anleitungen für ein preisgünstiges und reiseintensives Leben. Es ist die Strategie der reisefreudigen AnleitungsgeberInnen, ihre Tipps zu verkaufen, um mit dem erzielten Erlös ihr eigenes Nomadenleben weiter zu finanzieren. Deshalb fordern sie von uns eine kleine Anfangsinvestition, die uns Zugang zu ihrem reichen Erfahrungsschatz verschafft. Ein gutes Geschäft – ausser für diejenigen Vielreisenden, die aus eigener Erfahrung besser wissen, wie sie am günstigsten vorwärtskommen…

Hier Teil 1 unserer (Über)Lebenshilfen für Vielreisende:

Die allgemeinsten Tipps kommen von Schreibern wie Ramit Sethi oder Timothy Ferriss. Herr Sethi, ein Absolvent der renommierten Stanford Universität, ist der Autor eines Bestsellers mit dem Titel „Ich werde dich lehren, reich zu sein“ („I Will Teach You To Be Rich“) Die Gemeinsamkeit zahlreicher dieser Publizisten ist das Bloggen. Ihre Bücher sind Zusammenfassungen ihrer Online-Texte, sogenannte Best-Of-Kompilationen.

In Ramit Sethis Blog kommt neuerdings auch Nora Dunn zu Wort. Diese junge Amerikanerin unterhält ebenfalls eine eigene Website und trug zu einem anderen Buch mit dem Titel „10’001 Tipps, mit wenig Geld ein grosses Leben zu führen“ das Reisekapitel bei. Ihr Text ist auszugsweise im Blog unter dem Titel „Vollzeitreisen für weniger als 14’000 Dollars im Jahr“ zu lesen. Nicht dass dem Laien alle Tipps vollkommen neu wären, doch erwähnenswert sind sie immer wieder: Spar bis zu 80 Prozent bei Flugreisen! Arbeite für die Unterkunft! Oder noch besser: Übernachte umsonst! Spar beim Essen! Arbeite während des Reisens! Reise nicht verbissen an einen bestimmten Ort, sondern geh, wohin es sich die Gelegenheit gerade ergibt! Reise langsam! etc. Auf ihrer Website erklärt Nora Dunn genauer, wie das geht. Zudem schreibt sie, gemeinsam mit anderen Bloggern, für „Wisebread.com“. Auch hier geht’s ums Thema „living large on a small budget“.

Timothy Ferriss gibt in seinem Bestseller „Die 4-Stundenwoche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben“ Tipps, wie man seinem 9-‚til-5-Büroalltag entfliehen und selbst wählen kann, wie und wo man leben möchte. Hier wird am eindrücklichsten augenfällig, dass man es mit der deutschen Sprache nicht mit seinen englischen Kontrahenten aufnehmen kann. Der deutschsprachige Markt ist viel kleiner als der englische. Ebenso die Konkurrenz bei den Reiseanbietern. Deshalb sollte die erste Lektion für alle lauten: Kommuniziere auf Englisch! Einer von Ferriss‘ Tipps lautet nämlich, gewisse alltägliche Arbeiten an einen persönlichen Mitarbeiter – zum Beispiel auf den Phlippinen – auszulagern (Stundenlohn: fünf US-Dollar). Auf Deutsch funktioniert diese Spielart des Outsourcings nicht.
Mein Selbstversuch hat immerhin geklappt: Meine persönliche Assistentin schreibt für mich Texte, macht Präsentationen und betreibt Nachforschungen zu bestimmten Reisethemen, die ich dann in Texten wie diesem zusammenfassen kann.

(Teil 2 der (Über)Lebenshilfen für Vielreisende folgen in Kürze! Hier und hier hatten wir zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal Hinweise gegeben.)

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