Im englischsprachigen Internet boomen Anleitungen für ein preisgünstiges und reiseintensives Leben. Es ist die Strategie der reisefreudigen AnleitungsgeberInnen, ihre Tipps zu verkaufen, um mit dem erzielten Erlös ihr eigenes Nomadenleben weiter zu finanzieren. Deshalb fordern sie von uns eine kleine Anfangsinvestition, die uns Zugang zu ihrem reichen Erfahrungsschatz verschafft. Ein gutes Geschäft – ausser für diejenigen Vielreisenden, die aus eigener Erfahrung besser wissen, wie sie am günstigsten vorwärtskommen…

Hier Teil 2 unserer (Über)Lebenshilfen für Vielreisende:

Die meisten Tipps der in Teil 1 vorgestellten Seiten haben gemeinsam, dass sie sehr genereller Natur sind. Konkreter werden Leute wie Matthew Bennett, der auf seiner Site „First Class Flyer“ seit 1996 berichtet, wie es sich billiger in höheren Sphären fliegen lässt. Viele Hinweise sind kostenlos, doch gibt es auch lohnenswerte Newsletter und spezielle Berichte (teilweise gegen Gebühr).
Zu meinen Lieblingsseiten gehört auch „Seat Guru“. Auf dieser unscheinbaren Website lassen sich die Sitzpläne der grossen Flugzeuge der meisten weltweit operierenden Fluggesellschaften ansehen – wodurch man im Voraus immer den der eigenen Meinung nach besten Platz reservieren kann.

Im vergangenen Oktober berichteten wir über den Travelers Century Club (TCC), einen exklusiven Klub, in den aufgenommen wird, wer mindestens 100 Länder besucht hat. Einer der locker Mitglied in diesem Klub werden könnte, heisst Chris Guillebeau. Er hat es mir am meisten angetan, denn seine Tipps sind nicht nur alle aus erster Hand und selbst erprobt – nein, er hat seine Beispiele auch so verpackt, dass sie einfach verständlich und nachahmbar sind. „Mehr fliegen, (viel) weniger ausgeben“ und „Werde dein eigener Reiseninja“ lassen sich gegen ein kleines Entgelt als PDF-Dokumente direkt von seiner Homepage herunterladen. Die Website mit dem Untertitel „Unkonventionelle Strategien fürs Leben, die Arbeit und das Reisen“ ist ein zusätzliches Sammelbecken, das immer wieder staunen lässt. Nicht zuletzt finde ich Chris sympathisch, weil er auf meine Anfrage sofort geantwortet hat.

Viele der Ratgeber kommen in einem Ton daher, der manchmal ein wenig altklug und belehrend tönen mag. Doch damit kann ich gut leben, wenn ich dafür bequemer fliegen oder fürs gleiche Geld länger unterwegs sein kann.

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