Wir haben an dieser Stelle schon einige Male auf einzelne Services hingewiesen, die beim Sprachenlernen helfen. Bisher habe ich den ultimativen Service im Web leider noch nicht gefunden, der meine unterschiedlichen Bedürfnisse abdecken kann. Zwischen Strandferien und langen Rundreisen liegen ganz unterschiedliche Sprachhilfen bereit. Ich habe hier mal meine eigenen Gewohnheiten zusammengetragen.

Kurzreisen – Wo ist die Toilette?

Als Erstes sind da die Wochenendreisen, Kurztrips oder vielleicht auch die alljährlichen Strandferien. Man schlägt sich an den meisten Orten mit Englisch durch und hat die Sprache einmal in der Schule gelernt. Doch sobald man sich in Richtung Asien bewegt, kommt man in einem Restaurant vielleicht mit Englisch auch nicht mehr weiter (geschweige denn mit Schulfranzösisch).

Hier helfen die meisten Reiseführer aus. Wortlisten, Beispielsätze und die essentiellen Ausdrücke sind meist in den hinteren Kapiteln zu finden. Für das Mobiltelefon gibt es meines Wissens leider noch keine Applikation, die einen Grossteil der Sprachen in einer App abdeckt. Zudem sind die meisten Sprach-Apps wie kleine Sprachkurse aufgebaut. Ein Basis-Wortschatz mit Sätzen gibt es kaum als App. Bei sprachenlernen24.de gibt es die jeweils 450 wichtigsten Reisevokabeln zum Lesen, Lernen und Anhören. Wer die Sätze lieber auf dem Mobiltelefon mit sich herumträgt, der soll sein Glück einfach versuchen und direkt im AppStore nach der gewünschten Sprache suchen.

Backpacker – Smalltalk mit Locals

Oft lasse ich mich von einer Sprache während einer Reise begeistern. Gerne würde ich dann ein wenig mehr in die Tiefe gehen, als dies der Reiseführer mit seinen Beispielsätzen zulässt. Dann suche ich, wie oben erwähnt, meist im AppStore nach einem Sprachkurs für mein Mobiltelefon. Diese Applikationen sind leider meist kostenpflichtig. Beim iPhone kann man die App ja leider nicht testen, bevor man sie kauft. Und ich will mir ja nicht fünf Apps herunterladen und bezahlen, um dann vier rückerstatten zu lassen. Im Web gibt es aber einige Services, die umsonst einen Crashkurs anbieten, beispielsweise SurvivalPhrases.com. Die ersten zehn Lektionen sind umsonst.

Um schnell und umsonst in eine Sprache einzutauchen, haben sich für mich bisher Podcasts als effektivstes Mittel erwiesen. Davon gibt es tausende im Netz (meist Englisch) und bestimmt für die weitverbreiteten Sprachen ausführliche Lektionen. Da Podcasts auf dem Computer, iPad und Mobiltelefon gehört werden können, kann hat man diese immer bei sich und kann sie nebenher hören.

Auswandern – In den Ferien verliebt?

Wer eine Sprache gründlich und richtig lernen möchte, der kommt noch nicht darumherum, einen Lehrer beizuziehen und die Sprache so oft wie möglich zu benutzen. Wörter büffeln – oh Gott – auch darum kommt man nicht herum. Nun muss man sich nur die Frage stellen, wer soll denn der Lehrer sein?

Oft überwindet sich man(n), eine Sprache dann zu lernen, wenn die/der Liebste nicht dieselbe Muttersprache spricht. Da ist der Partner natürlich auch gleich der beste Lehrer. Oder vielleicht ist auch ein Arbeitskollege ein geduldiger Gesprächspartner. Irgendwann gelangt man jedoch an den Punkt, an welchem man am besten einen Privatlehrer oder Sprachkurs besucht – mit Büchern, Hausaufgaben (oh Gott) und allem drum und dran. Das Web kann hierbei nur die Bücher ersetzen. Es kann vielleicht auch Lehrer weltweit zu Dir nach Hause bringen. Doch ums Lernen kommt man auch mit der neusten Technologie (noch) nicht herum.

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