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Nicht zuletzt wegen seiner markanten rötlich-braunen Architektur und der bewegten Geschichte als eine der ältesten Universitätsstädte Europas gehört Bologna zu den interessantesten Reisezielen in Italien. Foodies werden sich in la grassa («der Fetten») wie im Schlaraffenland fühlen und Kulturliebhaber können ein Museum nach dem andern entdecken. Schon 24 Stunden in dieser wunderbar warmherzigen Stadt werden reichen, um dem Charme Bolognas zu erliegen.

Morgens: 9 a.m. – 12 p.m.

Mischen Sie sich unter die stets modisch-eleganten Einheimischen und beschaffen Sie sich Ihre morgendliche Dosis Koffein im Caffè Zanarini an der Piazza Galvani, wo auch köstliches Gebäck serviert wird. Wenn Sie es eilig haben, reihen Sie sich in die Schlange an der Bar ein und stürzen Sie den teuflisch starken Espresso in einem Schluck hinunter. Falls Sie aber ein paar Momente erübrigen können, geniessen Sie Ihren Cappuccino ganz in Ruhe und beobachten Sie dabei das bunte Treiben um Sie herum.

Weiter geht es zum pulsierenden Zentrum der Stadt, der quirligen Piazza Maggiore, um schnell eine Foto vom Neptunbrunnen zu knipsen. Auf diesem von eleganten Gebäuden gesäumten Altstadtplatz ist fast immer etwas los – von kostenlosen Filmvorführungen an lauen Sommerabenden bis hin zu verschiedenen Festivals das ganze Jahr über. Vielleicht lauschen Sie noch ein wenig den hier stets anzutreffenden Strassenmusikern, ehe Sie die Biblioteca Salaborsa von innen ansehen. Dieser Bücherpalast beherbergt endlose Reihen an Bücherregalen in einem wunderschönen Ambiente und erfüllt die kühnsten Träume aller Büchernarren. Bei Ihrem Besuch in der opulenten Bibliothek sollten Sie den Blick nicht nur die Säulen entlang nach oben zur reich verzierten Decke wandern lassen, sondern auch nach unten durch den Glasboden schauen, denn dort können Sie die antiken Ruinen begutachten, die in einer archäologischen Ausgrabung freigelegt wurden. Einen gelungenen Abschluss Ihres Morgens in Bologna bildet ein Abstecher zur majestätischen Cattedrale di San Pietro, deren barocker Innenraum über und über mit Kunstwerken und Verzierungen versehen ist.

Abends:  1 p.m. – 5 p.m.

Zeit zum Mittagessen! Eine echte Institution in Bologna, die von den Studenten der hiesigen Universität wegen ihrer erschwinglichen Preise und der lauten, mitreissenden Atmosphäre geliebt wird, ist die Osteria dell’Orsa. Suchen Sie sich einen Platz an einem der langen Tische, bestellen Sie ein Panini und ehe Sie sich versehen, werden Sie mitten im Gespräch mit Ihren Tischnachbarn stecken.

Zu den absoluten Wahrzeichen von Bologna gehören die mittelalterlichen Türme Garisenda und Asinelli, die über dem historischen Stadtkern thronen. Laut einer lokalen Legende bringt es Studenten jede Menge Unglück, wenn Sie den Torre Asinelli vor Abschluss des Studiums besteigen. Davon brauchen Sie sich aber nicht aufhalten zu lassen: Erklimmen Sie die 498 Stufen des Turms und bewundern Sie den Ausblick über die roten Dächer Bolognas.

Wenn Sie auch etwas über die bewegte Vergangenheit der Stadt erfahren möchten, sollten Sie sich im ultramodernen Museo della Storia di Bologna auf eine Zeitreise begeben. Dieses sorgfältig konzipierte Museum widmet sich der Stadtgeschichte und ist passenderweise in einem renovierten historischen Palazzo untergebracht. Die vielen interaktiven Elemente der Ausstellung machen einen Besuch in diesem Museum für Besucher aller Altersstufen spannend.

Was wäre so ein Tag in Italien ohne gelato? Also gönnen Sie sich eine Glace in einer der hervorragenden Gelaterias von Bologna. Empfehlenswert ist beispielsweise die Cremeria Funivia, deren Eissortiment von gerösteten Pinienkernen bis hin zu Ahornsirup und Pekannüssen reicht. Ausserdem können Sie sich dort Ihr Gelato besorgen und damit zu einem Schaufensterbummel an einigen der hübschesten Boutiquen der Stadt aufbrechen. Alternativ schlendern Sie zur hübschen Piazza Santo Stefano und schlecken dort eine Glace der Cremeria Santo Stefano bei schönstem Blick auf die historische Basilika.

Was das Caminetto d’Oro angeht, sind sich die Bologneser einig: Seit der Eröffnung in den 1980er-Jahren erfreut sich diese stilvolle Trattoria grosser Beliebtheit und beweist mit ihren liebevoll zubereiteten Klassikern wie etwa tagliatelle al ragù absolute Geschmackssicherheit. Auch delikate Eigenkreationen wie etwa gebratene Entenbrust in eingekochter Rotweinsosse oder karamellisierte Trauben und Buchweizen treffen den Geschmack der Gäste.

Nachmittags: 5 p.m. – 12 a.m.

Kommen wir zum krönenden Abschluss des Tages … Schlendern Sie die Via Castiglione hinunter, um sich einen Absacker im Emporio 1920 zu gönnen. Diese hippe Bar hat aus dem Cocktailmixen eine echte Wissenschaft gemacht und serviert unter anderem Negroni mit einem Hauch von dunkler Schoki und einem feinen Vanillearoma.

AUF KEINEN FALL sollten Sie bei Ihrer Städtereise in Bologna Kalorien zählen. Wenn Sie sich schon einmal in diesem kulinarischen Paradies aufhalten, sollten Sie unbedingt auch die selbstgemachte Pasta und die würzigen Wurst- und Käsesorten probieren. In Bologna sollten Sie Ihren Ernährungsberater mal ignorieren und einfach jeden Bissen geniessen.

UNBEDINGT sollten Sie die Klassiker der hiesigen Küche wie die legendäre Lasagne und die Tortellini probieren.
AUF KEINEN FALL sollten Sie Spaghetti Bolognese bestellen.
Ordern Sie stattdessen lieber tagliatelle al ragù. UNBEDINGT probieren sollten Sie auch die echte Mortadella di Bologna, die so gar nichts mit der labberigen, geschmacklosen Variante zu tun hat, die häufig in hiesigen Supermärkten verkauft wird.

AUF KEINEN FALL sollten Sie irgendwo mit dem Auto hinfahren. Einen Parkplatz im historischen Zentrum von Bologna zu finden, ist ein absoluter Alptraum und auf den Kopfsteinpflasterstrassen sind Autos einfach nur laut.

Leihen Sie sich stattdessen UNBEDINGT ein Velo. Natürlich können Sie auch viele Strecken zu Fuss gehen, aber auf zwei Rädern läuft die Stadterkundung viel schneller und bequemer ab – finden übrigens auch die meisten Bologneser Studenten.

AUF KEINEN FALL sollten Sie nachmittags einen Cappuccino bestellen. Natürlich wird sich kein Barista Ihrem Wunsch widersetzen, aber trotzdem gilt Cappuccino am Nachmittag als so eine Art Fauxpas, der nur Touristen unterläuft.
Probieren Sie stattdessen UNBEDINGT mal einen Espresso. Auch die Einheimischen versorgen sich so den ganzen Tag über mit der schnellen Dosis Koffein. Sagen Sie dem Barista einfach «Prendo un caffè».

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