In Zeiten des Internet ist der Teletext – bei unseren nördlichen Nachbarn auch unter dem Begriff „Videotext“ bekannt – eigentlich ein anachronistisches Phänomen. Die Handhabung ist statisch, das Format beschränkt, das Darstellungsbild vorsintflutlich etc. Es gäbe zahlreiche Beispiele mehr anzufügen.

Doch anstatt klein beizugeben, ist der Teletext am Expandieren. Nach dem ersten Schritt vom TV-Bildschirm ins Internet erfolgte vor einigen Jahren auch die erfolgreiche Expansion ins App-Universum.

Aber was hat das mit Reisen zu tun? – Seite 460 lautet die Antwort. Wann immer ich am Flughafen jemanden abholen gehe, verfolge ich daheim am TV-Gerät gespannt, wie die Seiten umblättern, um festzustellen, ob mein Gast pünktlich oder mit Verspätung ankommt. Natürlich habe ich in der Zwischenzeit auch herausgefunden, dass der Flughafen Zürich auf der eigenen Webseite unter der Rubrik „Ankunft & Abflug“ über den Flugverkehr informiert, und ebookers.ch mit der App „Swiss Flight Tracker“ natürlich auch.

Wahrscheinlich bin ich aber zu sehr Gewohnheitstier, um mich damit anzufreunden. Oder vielleicht gibt es noch einen anderen Grund, denn in irgendeiner Zeitschrift habe ich gelesen, dass 90 Prozent der Teletextbenützer männlich seien. Die Begründung dafür ist mir in der Zwischenzeit leider entfallen…

Deshalb werde ich auch heute wieder den Teletext einschalten und auf der Seite 460 checken, wann mein Gast aus Japan ankommt.

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