Nur wenn die Händler kein Geld mehr verdienen, werden sie das tierquälerische Geschäft mit Jungtieren oder eingefangenen Wildtieren beenden.

Der Tierhandel läuft gerade während der Reisezeit auf Hochtouren, tatkräftig unterstützt von Menschen, die es eigentlich nur gut meinen: von Tierfreunden. Hunde, Katzen, Kaninchen, Reptilien, Fische und Vögel aller Art werden auf Touristenmärkten als billige Massenprodukte zu Spottpreisen angeboten und lassen sich offensichtlich verkaufen wie warme Semmeln.


Der Anblick von traurigen Tieraugen, die zwischen Gittern durchblicken, rührt jedes Herz, und die gefangenen Wesen zu erstehen, ist für Touristen finanziell kein Problem. Wer seinem Herzen nachgibt und aus Mitleid ein solches Tier ersteht, der unterstützt den skrupellosen Tierhandel: Diese Tiere werden in Massen und unter schlimmsten Umständen »produziert« und verkaufte Tiere werden sofort durch neue ersetzt.

Vorsicht exotisch!

Tiere, die sich nicht zur Heimtierhaltung eignen und geschützte Tierarten: Stinktiere, junge Affen, seltene Vögel und viele andere Tiere faszinieren und verlocken zum Kauf. Die Haltung solcher Tiere erfordert in der Schweiz aber eine so genannte »Haltebewilligung«. Die Einfuhr vieler Tierarten in die Schweiz ist ohne die erforderlichen Papiere nicht gestattet und hätte neben einer Busse für den Einführenden die Beschlagnahmung des Tieres zur Folge. Und das mit gutem Grund: Jährlich werden weltweit hunderte Millionen geschützter Tiere, Pflanzen und Produkte daraus gehandelt. Das hat viele Arten an den Rand des Aussterbens gebracht.

Im Zweifelsfall verzichten!

Rund 3’500 Tierarten fallen unten den Schutz des »Washingtoner Artenschutzübereinkommens«. Für alle diese Tiere und die daraus hergestellten Waren (Elfenbeinschmuck, Häute und Lederwaren von Krokodilen, Echsen und Riesenschlangen usw.) muss ein gültiges, von der Naturschutzbehörde des Herkunftslandes ausgestelltes Artenschutzdokument (CITES-Permit) vorliegen, damit die Einfuhr bewilligt werden kann. Die Einfuhr von Tieren streng geschützter Arten wird nur unter besonderen Umständen zugelassen.

Ein Tipp: Informationen über Einfuhrbedingungen geschützter Tierarten und Wildtiere in die Schweiz erteilt das Bundesamt für Veterinärwesen, Schwarzenburgstrasse 161, 3003 Bern, Telefon: 031 / 323 85

Weitere Infos für tierfreundliches Reisen gibt’s unter www.susyutzinger.ch

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