Mit dem Reisen ist es wie mit der Mode. Da ist ein Reiseziel plötzlich ein Muss, total „in“, immer mehr Menschen reden von diesem Ziel, die Medien werden aufmerksam, und jeder meint, dorthin zu müssen. Ein regelrechter Hype setzt ein.

Dabei spielen Trendfaktoren eine grosse Rolle. Das erste Trendziel nach dem Zweiten Weltkrieg war in den 1950er und 1960er Jahren Italien, das nicht nur der Deutschen liebstes Urlaubsland wurde. Bis in die 80er Jahre folgte Spanien als neues Traumziel, und Mallorca wurde zur Trauminsel schlechthin. Bei Kulturreisenden vor allem kamen Griechenland und Ägypten hinzu. In den 90er Jahren schliesslich wurde die Türkei zum Top-Ziel der Mitteleuropäer, vor allem der Deutschen.

Immer wichtiger wurde unter den Faktoren, die diese Trends machten, die Preisentwicklung vor Ort. Als beispielsweise auf Mallorca die Ökosteuer eingeführt wurde, begann die Türkei, zum neuen Trendziel zu werden. Heute ist es abzusehen, dass die Türkei von Osteuropa mit seinem günstigen Preis-Leistungsverhältnis abgelöst wird. Der Dollarkurs spiegelt sich ebenfalls direkt im Reiseverhalten wieder: Ist der Dollar stark, machen europäische Urlauber einen Bogen um die USA; dann ist oft schon Kanada eine preiswertere Alternative.

Reist man gegen die Reisetrends, kann man beträchtliche Einsparungen erzielen.  Wer also seinen Urlaub nicht unbedingt an den aktuellen „In-Zielen“ verbringen will, kann in „Out-Zielen“ meist günstiger relaxen.

In diesem Jahr trifft die Reise-Mode Dubai. Die Boomstadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist das Trendziel 2009 – europaweit. Dubai hat viel zu bieten: Mehr als 260 Sonnentage jährlich, endlose, feinsandige Strände, eine spektakuläre Skyline, eine postmoderne City und trotzdem den Hauch eines orientalischen Märchens. Wer aber auf das Dubai Shopping Festival verzichten kann und auch die vermutlich grösste Skihalle der Welt als Spektakel in der Wüste nicht braucht, findet feine Sandstrände und sogar ein wenig mehr Orient auch anderswo in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Vor allem Abu Dhabi als Grossstadt sowie die Küstenorte Ajman und Ras Al-Khaima bieten Traumurlaub wie aus dem Märchenland von 1001 Nacht. Oft bekommt man hier für das gleiche Geld mindestens einen Hotelstern mehr.

Weitere Trendziele europäischer Reisender liegen rund um das Mittelmeer an den schönsten Stränden verteilt. Slowenien, Spanien, die Türkei und  Italien sind hier die Renner der Schnäppchenjäger. Doch nicht alles was „billig“ schreit, ist auch wirklich günstig, nicht einmal unter den Last-Minute-Angeboten. Meist können da Angebote aus Kroatien und Griechenland durchaus mithalten. Vor allem Individualisten finden auf den unzähligen griechischen Inseln auch heute noch ihr preiswertes Paradies.

Wenn es um Badeurlaub in warmem Wasser geht, sind die rumänischen und bulgarischen Urlaubsziele am Schwarzen Meer längst günstige Alternativen mit vergleichbarem Komfort. Dazu ist fast immer das Hinterland noch sehr ursprünglich und entdeckenswert.

An der südlichen Mittelmeerküste ist Tunesien das Trendziel des Jahres. Preiswerter und weniger auf den Massentourismus ausgelegt ist es in Marokko. Wenn es um Badeurlaub geht, bei dem die Anreise erträglich lang sein soll, sind die Badeorte am Roten Meer in Ägypten eine gute Alternative, auch hier hat man traumhafte Strände und das Abenteuer der Wüste und des Orients gleichzeitig.

Auch unter den Fernreisezielen gibt es Trendsieger wie Thailand, Bali und die Karibik-Inseln. Sri Lanka ist Europa von den asiatischen Badezielen am nächsten und allein deshalb auch preislich eine gute Alternative. In der Karibik ist Kuba eine Reise wert. Die Insel wird nicht von den amerikanischen Superschiffen ange- und von tausenden Passagieren überlaufen wie Trinidad oder die Bahamas. Dazu ist sie ungeheuer vielfältig.

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