Im grossen Wirrwarr des Internets gibt es unzählige Seiten, die einen bei der Reiseplanung unterstützen. Neben individuellen Reisebüchern und Stadtkarten gibt es auch immer mehr Dienste, welche die Vorschläge der eigenen Freunde einbeziehen. Jeder kann Tipps und Informationen über einen Ort preisgeben. Zugleich bekommt man auch dieselben Informationen von anderen Nutzern.

Diese gemeinsam erstellte Fülle hat Vor- und Nachteile. Einerseits erhält man viele gute Tipps, die in gewissen Netzwerken auch von Bekannten stammen und so mehr auf einen selbst zugeschnitten sind; so was wie eigene Insider-Tipps. Das kann ein Mainstream-Reiseführer nicht bieten. Was früher eine Stärke von „Lonely Planet“ war, wird heute zum Nachteil, da sehr viele den „Lonely Planet“ kaufen.
Der Nachteil dieser Netzwerke ist jedoch meist der, dass die Informationen nicht professionell recherchiert sind und Lücken aufweisen. Wichtige Orte sind teilweise gar nicht erfasst. „Tripwolf“ versucht, diese Lücke zu überbrücken. Der Dienst kombiniert sozial erstellte Informationen mit Onlinediensten und professionellen Reiseführern.

„Tripwolf“ ist in Wien zuhause und kann in mehreren Sprachen abgerufen werden. Definitiv ein Sympathiepunkt! Aufmerksam wurde ich auf „Tripwolf“ wegen seiner iPhone-Applikation. Ich kann mir drei Destinationen aufs iPhone laden und offline verwenden, um Roaminggebühren zu vermeiden. Die Reiseinformationen sind wie bei jedem anderen Reiseführer gegliedert. Als Quelle verlässt sich „Tripwolf“ nicht nur auf Profis wie „Marco Polo“, sondern ergänzt diese Informationen mit Wikipedia und Reise-Blogs. Wenn ich anderer Meinung bin oder weitere Tipps habe, kann ich eine eigene Bewertung abgeben.

Als ich mich vor ein paar Wochen endlich einmal auch auf der Webseite registriert hatte, wurde mir erst klar, was der Dienst alles bietet. Meine Rezensionen werden meinen Freunden zugänglich gemacht. Anfänglich ist die Webseite etwas kompliziert. Man findet sich aber schnell zurecht und kann sich einfach sehr viele Informationen zum nächsten Reiseziel sammeln; die Trips können auch mit Freunden geteilt werden. „Die vertrauenswürdigsten Tippgeber kommen schliesslich aus deinem eigenen Umfeld“, schreibt „Tripwolf“ über sich selbst. Leider habe ich noch keine Freunde auf „Tripwolf“. Das wird sich aber wohl bald ändern.

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