Filme wie „Lawrence von Arabien“ oder „Der englische Patient“ haben bei vielen abenteuerlustigen Reisenden den Wunsch geweckt, selbst einmal die Extremlandschaft Wüste zu erkunden. Das ist von vielen Urlaubsorten in Tunesien, den Emiraten oder Ägypten aus möglich.


Die Wüste – eine so traumhafte wie ernstzunehmende Landschaft.
Foto: Wikimedia Commons; Michael Martin.

Hier soll nicht die Rede sein von kurzen Spasstouren, bei denen man auf dem Quad oder im Jeep über die Wüstendünen hinter dem Hotel donnert, sondern von Ein- oder Mehrtagestouren fernab jeder Zivilisation. Hier ein paar Tipps:

Sicherheit zuerst

Natürlich wäre es sehr reizvoll, auf den Spuren von „Der englische Patient“ den Süden des Gilf Kebir Plateaus im Grenzgebiet zwischen Ägypten, dem Sudan und Libyen eine Wüstensafari zu unternehmen. Doch ist gerade dieses Gebiet eines der gefährlichsten Territorien für eine Wüstentour. Auf der sicheren Seite ist man also, wenn man solche Gebiete meidet.

Welche Safariart ist die Richtige?

Einfach auf eigene Faust einen Jeep mieten, volltanken, ein paar Flaschen Wasser auf den Rücksitz und ab ins Abenteuer Wüste? Was bei Jeep-und Quadtouren auf den Wüstendünen hinter dem Hotel noch gehen mag, sollte man bei ernsthaften Wüstenunternehmungen lieber lassen, denn die Wüste gehört zu den Landschaften, die Fehler nicht verzeihen. Die Wüste ist eine Extremlandschaft wie das Meer, das ewige Eis von Arktis oder Antarktis und das Hochgebirge. Deshalb sollte man nicht einfach losfahren, sondern sich einer geführten Safari anschliessen, wie sie Spezialanbieter und bei kürzeren Wüstenexpeditionen auch die Hotels vor Ort anbieten. Die Angebote sind sehr vielseitig, und man sollte schon vorweg überlegen, welche Safariart man vorzieht.

Die authentischste Art die Wüste zu erobern, ist eine Kamelsafari, besonders, wenn man dabei mit Beduinen in Kontakt kommt. Ein unvergessliches Erlebnis ist die Stille der unendlich weiten Wüstenlandschaft und die eindrucksvolle Unmittelbarkeit der Natur. Wer zur Seekrankheit neigt, sollte allerdings überlegen, ob ihm das sanfte Schaukeln der Kamele zusetzen könnte und zumindest ein Armband gegen Seekrankheit (gibt’s in der Apotheke für etwa CHF 15.-) dabei haben.

Eine Jeep-Safari lässt die Wüste draussen, die Klimaanlage reduziert die Temperaturen auf ein erträgliches Mass, hält auch den Staub halbwegs fern und erlaubt die Mitnahme von etwas mehr Gepäck. Wer nicht will, muss den Jeep auch nicht selbst fahren.

Die Tour mit einem Quad ist eine ähnlich unmittelbare Wüstenerfahrung wie die klassische Kamelsafari. Hier fährt man selbst, ist aber der Hitze genauso ausgesetzt wie auf dem Kamel. Die Staubentwicklung ist durch das höhere Tempo sogar eher höher.

Welche Ausrüstung braucht man?

Für die gesamte Sicherheitsausrüstung, alles was man zu Vorankommen braucht – von Futter für die Kamele bis zum Benzin für den Jeep – kümmern sich die Veranstalter, genauso wie um die Verpflegung. Bei der Auswahl des Anbieters sollte man die Angebote und deren Umfang genau studieren. Auch auf die Ausrüstungsdetails sollte man einen Blick werfen. So ist es beispielsweise ratsam zu checken, ob der Veranstalter GPS-Systeme, Karten und Kompass für den Notfall an Bord jedes Jeeps hat, dazu reichlich Wasser (genug Liter pro Tag und Person), Treibstoff und Nahrungsmittel mitgeführt werden, oder ob die Verpflegung durch Beduinen erfolgt. Seriöse Anbieter führen so etwas detailliert in ihren Unterlagen auf.

Was die persönliche Ausrüstung betrifft ist eine gute Sonnenbrille unverzichtbar, die erstens einen erstklassigen UV-Schutz gegen die Sonnenstrahlung bietet und zweitens die Augen auch gegen den Staub schützt. Gegen die Sonne kann man sich gar nicht genug schützen; es sollte also eine den Bedingungen angemessene Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor 50 sein. Am besten ist es, sich durch Kleidung zu schützen, wie die Einheimischen es tun. Es gibt auch moderne Funktionsfasern mit eingebautem Lichtschutzfaktor. Es sollte ein langärmliges, krempelbares Hemd und eine leichte Hose aus solchen Fasern sein, möglichst nicht eng anliegend. Unverzichtbar ist ein Treckinghut mit Krempe, oder ein Tuch, das man sich um den Kopf legt, wie die Beduinen es tun. Für die empfindlich kühlen Wüstennächte wäre eine leichte Funktionsjacke nicht verkehrt.
In Sandalen sollte man nicht auf Wüstensafari gehen, besser sind leichte, aber feste Treckingstiefel. Für die Abende und Nächte sollte man auch ein Mückenschutzmittel mitführen. Dabei haben sollte man zur Sicherheit auch ein Entkeimungsmittel für Wasser wie Micropur oder ein Filtersystem.

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