Sommer, Sonne, relaxtes Treffen zum Cappuccino, Wochenenden am Strand und zwischendurch die Fremdsprachenkenntnisse ganz entspannt verbessern Рbei einem Sprachkurs im Ausland. Mit diesem Bild werben die Veranstalter, und tatsächlich lernen sich Sprachen im jeweiligen Land nun mal leichter als auf der Schulbank.

Sprachreisen boomen. Nach im Januar 2009 erhobenen Zahlen der „Swiss Association of Language Travel Agents“ ist nach wie vor Englisch mit Abstand die beliebteste Fremdsprache. Grossbritannien und Australien sind wie schon in den vergangenen Jahren die beliebtesten Sprachreise-Destinationen, dicht gefolgt von den USA. Zum ersten Mal √ľberhaupt hat die Nachfrage nach Spanisch-Sprachaufenthalten diejenigen nach Franz√∂sisch-Sprachreisen √ľbertroffen. Die beliebtesten St√§dte im vergangenen Jahr waren Sydney, San Diego und Vancouver.
Die Unterbringung bei einer Gastfamilie wird von Schweizer Sprachreisenden mit Abstand am h√§ufigsten gew√§hlt (71,38 Prozent). Die Gr√ľnde daf√ľr liegen an den g√ľnstigen Preisen f√ľr diese Unterkunftsart, aber auch an der M√∂glichkeit, ins Alltagsleben einer einheimischen Familie einzutauchen. Doch damit der Sprachurlaub dann auch gelingt gibt es einige Punkte zu beachten.

Am schwierigsten ist es, vor dem Abflug zu erkennen, ob die Sprachschule √ľberhaupt etwas taugt. Da hilft es ein wenig, die Erfahrungen der 160’000 deutschsprahigen Sprachreisenden j√§hrlich zu nutzen und sich in einem Forum schlau zu machen. √úberdies k√∂nnen auch Schweizer die Richtlinien der EU zu Hilfe nehmen. Man kann so schon auf der Internetseite danach suchen, ob sich die in Frage kommende Sprachschule an den „Gemeinsamen europ√§ischen Referenzrahmen“ h√§lt und der seit 2006 geltenden Europ√§ischen Norm f√ľr Sprachreisen (der sogenannten „DIN EN 14804“) entspricht.
Auch sollte man sich an den Richtlinien der SALTA¬† Association of Language Travel Agents orientieren: Die dort gelisteten Sprachschulen sind gegen Insolvenz versichert und werden die im Preis enthaltenen Leistungen genau auff√ľhren. Besonders die Kursgr√∂sse ist dann verbindlich angegeben.

Folgende Punkte sollte man klären, bevor man eine Sprachreise bucht:

  • * Eigene Ziele: Welche Ziele sollen erreicht werden? Will man Land und Leute kennenlernen, schafft man das nicht bei mehr als 20 Wochenstunden.
  • * Sprachschule: Die Schule sollte staatlich anerkannt sein sowie eines der Qualit√§tssiegel von EAQUALS, dem Instituto Cervantes oder dem British Council haben oder bei einer Organisation wie der SALTA oder dem analogen Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter gelistet sein.
  • * Kursgr√∂sse: Zw√∂lf Teilnehmer pro Kurs sollten die Grenze sein, bei Intensivkursen nur sechs.
  • * Kursziel: Schriftliche Kurspl√§ne geben verl√§sslichere √úberblicke √ľber die Lehrinhalte als sch√∂ne Bezeichnungen wie „Grundkurs“, „Anf√§nger mit Vorkenntnissen“, „Konversationskurs“ etc. Orientierung bietet der Europ√§ische Referenzrahmen, der Richtlinien und Lehrpl√§ne vorgibt und in eine sechsstufige Reihe gliedert vom Anf√§nger A1 √ľber A2,B1,B2 und C1 bis zum Dolmetscherniveau C2.
  • * Gruppenprofil: G√ľnstig ist es, in Kursen zu lernen, deren Teilnehmer einen √§hnlichen Erfahrungshintergrund haben, also nur Sch√ľler, nur Studenten, nur Berufst√§tige mit √§hnlichem Hintergrund.
  • * Einstufungstest: Der Einstufungstest vor Kursbeginn sollte umfangreich sein und alle Sprachsituationen umfassen. Auch sollte sp√§ter jederzeit ein Wechsel in ein anderes Niveau m√∂glich sein.
  • * Lehrmaterialien: Computer- und Sprachlaborpl√§tze f√ľr jeden Kursteilnehmer sollten selbstverst√§ndlich sein.
  • *Lehrer: Alle Lehrer sollten ein sprachwissenschaftliches Studium absolviert haben, Erfahrung im Sprachunterricht haben und Muttersprachler sein.
  • * Unterkunft: Privatunterk√ľnfte sind preiswert, und man taucht tief in die Alltagskultur des Landes und die Sprache ein.

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