Aus der Wirtschaftskrise lässt sich sogar noch Profit schlagen: Wie die SonntagsZeitung kürzlich berichtete, sind derzeit so genannte „Trauerferien“ am Boomen. So arbeite beispielsweise ein Schweizer Trauerforum an einem neuen Konzept, mit dem die Opfer der Finanzkrise angesprochen werden könnten. Eigentlich bietet die Organisation Reisen für schicksalsgeplagte Menschen an, die über den Tod eines Partners oder eine Scheidung nicht hinwegkommen. Nun also möchte Trauerforum-Leiterin Catharina Jlardo Pleitemanager und Burnout-Börsianer in Therapie-Ferien schicken: „Diese Menschen müssen ihre Illusionen begraben. Das ähnelt einer Beerdigung, hinterlässt die gleiche Wirkung in der Seele wie der Verlust eines Menschen.“ Eine Trauerreise sei die ideale Möglichkeit, um einen finanziellen Schicksalsschlag aufzuarbeiten, sagte sie.

In Deutschland gibt es laut SonntagsZeitung ein ähnliches Angebot: Traudichreisen.de organisiere seit zwölf Jahren Ferien für betrübte Menschen. „Es lohnt sich, jetzt Leute anzusprechen, die ihr Geld verzockt haben“, so Martina Taruttis, die das Unternehmen führt. „Die Zeit kommt, da sie die Trauer verarbeiten müssen.“ In den Trauerferien könnten die Gäste lernen, mit speziellen Ritualen Abschied zu nehmen: In den Ferien am Meer sammele die Gruppe zum Beispiel Muscheln, legt einen Kreis und beobachtet, wie sich die Flut ihr Strandgut zurückholt…

Das symbolische Bye-Bye zum Geld. Wie findet Ihr das Konzept? Sinnvoll, um mit einer neuen Lebenssituationen fertig zu werden? Oder eher dazu geeignet, noch den Rest des eigenen Vermögens schnell zu verlieren?

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