Um es mal milde auszudrücken: Der Strassenverkehr in der Türkei stellt eine Herausforderung dar. Ist man in grossen Städten unterwegs, wird man das Gefühl nicht los, dass selbst die Einheimischen auf den Strassen an ihre Grenzen geraten.

Atatürk Airport

(Foto: Maderibeyza)

Würde mir jemand beim Anblick abenteuerlich beladener Laster und dem Temperament der türkischen Fahrer das Stichwort „Mietwagen“ zuwerfen, würde ich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Nichtsdestotrotz: Geübte und flexible Lenker sollten sich vom alltäglichen Chaos nicht davon abbringen lassen, sich einen Mietwagen auszuleihen, denn es gibt in der Türkei auch ruhigere Ecken. Ausserdem ist es dann wenigstens nicht das eigene Auto, das kaputt geht 😉

Wer Ärger und Stress etwas minimieren möchte, nimmt für kürzere Strecken – etwa vom Hotel ins Stadtzentrum – den Dolmus, den ich mir hier in der Schweiz auch manchmal wünsche. Das sind kleine Busse mit bis zu 25 Sitzplätzen, die bestimmte Nahverkehrsstrecken in kurzen Zeitabständen bedienen. Ein Wink genügt, dann hält das Gefährt an – sofern es nicht schon überfüllt ist. Aussteigen kann man an jeder Strassenecke, da die Busse kaum an Haltestellen gebunden sind. Ein verhältnismässig günstiges Verkehrsmittel ist auch das Taxi. Um sich am Ende nicht auf unnötige Diskussionen einlassen zu müssen, sollte man darauf achten, dass das Taxameter eingeschaltet ist. Sollte der Fahrer es nicht einschalten, zögern sie nicht, sich ein anderes Taxi zu suchen.

Dolmusse

(Foto: Helmut Gröll)

Wer längere Strecken reisen möchte, dem sei eine Fahrt mit dem Reisebus ans Herz gelegt. Da es auf dem türkischen Markt sehr viele Reiseunternehmen gibt, buhlen sie mit gepflegter Ausstattung und manchmal sogar mit kostenlosem Gebäck und Getränken um die Gunst der Fahrgäste. Das Busnetz ist sehr gut ausgebaut. Mann kann täglich von fast jeder Stadt direkt alle grossen Städte des Landes erreichen und das zu moderaten Preisen. Auf Zugfahrten trifft das hingegen nicht zu, denn das Schienennetz in der Türkei ist nicht sehr umfangreich und in den Gebirgen quasi überhaupt nicht vorhanden.

Wer auf dem Wasserweg reisen möchte, kann eine der Katamaranfähren nehmen, die mit bis zu 60 km/h beispielsweise Istanbul mit der anderen Seite des Marmarameeres verbinden. Zur türkischen Republik Nordzypern gibt es ebenfalls eine Fährverbindung.

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