Mamma mia! Beim Gedanken an Italiens Straßen hat man doch sofort einen temperamentvoll hupenden Südländer vor Augen, dem es im Kreisverkehr mal wieder nicht schnell genug voran geht, oder?

Wer in Italien mit dem Auto in der Grosstadt unterwegs ist, der macht am besten einfach mit: hupen, drängeln und wer von einer Nebenstrasse auf die Hauptstrasse will, aber nicht reingelassen wird, streckt einfach den Arm aus dem offenen Fenster und signalisiert damit: Leute, ich fahre jetzt los, haltet an oder ihr habt eine Beule im Auto. Eine meiner Freundinnen hat ein Jahr in Neapel studiert und wendet dieses Zeichen sogar heute noch auf deutschen Strassen an.

Obwohl Verkehrszeichen in Italien von den Fahrern eher als Empfehlung und nicht als Regel empfunden werden, solltet Ihr Euch nicht verleiten lassen, zu schnell zu fahren oder euer Auto im Parkverbot abzustellen. Wer dabei von der Polizei erwischt wird, wird schnell viel Geld los.
Wer sich also einen Mietwagen ausleiht, sollte sich schnell an den italienischen Fahrstil gewöhnen und auch daran, dass in einigen Regionen die Tankstellen zwischen 12 und 15 Uhr geschlossen sind.

Na, so sieht der Zugverkehr in Italien nun doch nicht aus...

(Foto: Keystone / Walter Bieri)

Eine kleine Einführung in die Streifenkunde kann zur Vorbereitung ebenfalls nicht schaden: An weißen Bordsteinstreifen kann gratis geparkt werden, an blauen ist das Parken gebührenpflichtig, an schwarz-gelben Streifen ist das Parken verboten. In einigen Städten (z.B. Mailand und Bologna) muss eine Innenstadtmaut gezahlt werden.

Wer für den italienischen Strassenverkehr zu phlegmatisch veranlagt ist, wird den halben Urlaub an oder auf einer Kreuzung verbringen. Deshalb sollte er lieber den öffentlichen Nahverkehr benutzen. In Rom, Turin und Mailand gibt es eine U-Bahn und natürlich Strassenbahnen und Busse.
In Venedig spielt sich der öffentliche Nahverkehr auch auf den Kanälen ab, nämlich per Gondel, Fähre oder Wassertaxi.

Taxis in Italien

(Foto: Keystone / Gregorio Borgia)

Taxi fahren in Italien (besonders in Rom) ist keine preisgünstige Angelegenheit. Für Nachtfahrten, grosses Gepäck und telefonische Vorbestellung müssen Zuschläge gezahlt werden. Taxis können an Taxi-Sammelstellen bestiegen, am Strassenrand aufgegabelt oder per Telefon geordert werden.

Längere Strecken innerhalb des Landes bewältigt man am besten mit der Eisenbahn oder mit dem Fernreisebus. Die italienische Eisenbahn verfügt über ein umfangreiches Schienennetz. Die Regionalzüge sind preiswert, allerdings oft sehr überfüllt, unpünktlich und schmutzig. Für mehr Komfort sorgen die InterCity-Züge (IC) sowie die EuroStar-Züge (ES). Sie sind schnell, meistens pünktlich, dafür natürlich teurer. Auch Langstreckenbusse bringen den Touristen von A nach B. Sie sind bequem und schnell am Ziel. Die Tickets kauft man am besten vorher auf dem Busbahnhof der jeweiligen Stadt.

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