Bevor man sich auf Mexikos Strassen traut, hat man die Möglichkeit, einen Blick von oben auf das Getümmel zu werfen. Am besten geht das vom Torre Latinoamericano in Mexiko-Stadt aus. Wie eine gigantische Kolonie bunter Ameisen sehen die Autos von hier oben aus, nur kommen sie nicht so schnell vorwärts, denn meistens sind die Strassen verstopft und die Autoschlangen werden länger und länger.

Autobahn in Mexiko

Der Verkehr in der Hauptstadt steht jedoch nicht exemplarisch für den des ganzen Landes. Im Gegenteil, ein paar Kilometer ausserhalb der Metropole trifft man auf fast leere Strassen. Mit einem Mietwagen ist man hier also sehr gut beraten. Gewöhnungsbedürftig sind allerdings die so genannten „topes“, die sich nicht immer durch ein entsprechendes Verkehrsschild ankündigen. Das sind Bodenschwellen, die sich vorwiegend vor Mautstellen und Ortsdurchfahrten befinden. Sie sorgen dafür, dass man mit seinem Gefährt nicht so schnell über die Strassen brettert oder gar eine Mautstation „übersieht“. Die Qualität der Fahrbahnen ist sehr unterschiedlich. Von der super-Rennstrecke bis zum Schlaglochteppich mit fast ein Meter tiefen Aushöhlungen ist alles vertreten. Das Repertoire an Verkehrszeichen wird von den Mexikanern gern durch Licht- und Hupzeichen ergänzt.

Mit dem Bus:
Busfahrten sind in Mexiko sehr beliebt. Zum einen, weil sie das Reisebudget nur gering belasten, zum anderen, weil es fast keinen Ort gibt, der mit dem Bus nicht erreichbar wäre. Eine Fahrt mit einem der innerstädtischen Sammeltaxis (Colectivo, eine Art Kleinbus) ist jedoch immer ein Wagnis. Man sollte genau wissen, wohin man möchte und am besten den Fahrer vorher fragen, ob er dorthin fährt. Freundliche Fahrer geben einem dann ein Zeichen, sobald das Ziel erreicht ist. Mir ist es in Mexiko-Stadt so oft passiert, dass ich im falschen Colectivo sass und in irgendeinem Vorort gelandet bin…

Überlandfahrten mit dem Bus gestalten sich in der Deluxe-Klasse sowie der 1. Klasse sehr angenehm. Verfügt der Bus über eine Klimaanlage solltet Ihr Euch mit einem zusätzlichen Pullover ausrüsten, denn die Mexikaner zeigen nur zu gern, wie gut ihre Klimaanlage funktioniert. In Bussen der zweiten Klasse ist kein WC vorhanden, die Sitze sind nicht gepolstert und in ländlichen Gegenden hat man auch gelegentlich mal ein Huhn als Nachbarn, was den Bussen den Beinamen guajoloteros (von guajolote = Truthahn) eingebracht hat.

Mit der Metro:
Die Metro ist in Mexiko-Stadt eine Alternative zu den Sammeltaxis und zum Auto. Sie ist schnell, preiswert und sicher – von den Taschendieben mal abgesehen!

Mit dem Taxi:
Taxis gibt’s in Mexiko wie Sand am Meer. Die VW-Käfer sind einfach überall. Die Konkurrenz ist gross und deshalb lohnt es sich, über Preise zu verhandeln.

Taxi in Mexiko

(Foto: www.focus.de)

Mit dem Zug:
Wer Mexiko mit dem Zug erkunden will, sollte viel, viel Zeit mitbringen. Zwar sind die Zugfahrten ein echtes Erlebnis, weil auch viele Einheimische mit dem Zug unterwegs sind und man durch wunderschöne Landschaften fährt, aber die mitunter stundenlangen Verspätungen können schon sehr nervig sein. Irgendwann will man dann doch sein Ziel erreichen.

Mit dem Flugzeug:
Das Flugverkehrsnetz in Mexiko ist sehr gut ausgebaut. Das Land verfügt über rund 60 Flughäfen. Wer sich beispielsweise die Tagesfahrt von Mexiko-Stadt in die Karibik sparen möchte, ist gut beraten, sich in den Flieger nach Cancún zu setzen und damit die 30stündige Fahrtzeit auf eine 2stündige Flugzeit zu verkürzen. Wer viel mit dem Flugzeug unterwegs sein wird, der sollte über den Kauf eines MexiPasses nachdenken. Er wird zusammen von der Mexicana Airline und Aeroméxico angeboten und ist in Kombination mit einem internationalen Langstreckenflug gültig. Der Pass kann nicht in Mexiko selbst erworben werden sondern nur vorher im Heimatland. Eine Übersicht über die Tarifzonen finden Ihr hier.

Für News aus dem Bereich Verkehr in Mexiko, habe ich hier ein sehr informatives Blog gefunden.

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