Als ich vergangenen November geschäftlich in San Francisco verweilte, kam ich keinen Tag ohne Google Maps aus. Ich konnte mich, ohne die Stadt zu kennen, bequem vom einen zum anderen Geschäftstermin bewegen. Bis dahin dachte ich Google Streeview wäre eine reine Spielerei. Das dachte ich, bis ich einmal partout die Adresse eines Restaurants nicht herausfinden konnte. Ich hatte nur eine ungefähre Angabe, wo sich das Lokal finden würde. Da merkte ich, dass mir Google auch in solch einer Situation helfen kann. Anstatt die Strassen rauf und runter zu hetzen, surfte ich gemütlich und schnell durchs Quartier, bis ich endlich virtuell vor der Tür stand. Ab ins Taxi und los!

Nun, Google Streetview ist nur äusserst begrenzt in Europa erhältlich, und das finde ich schade. Dennoch wird diese Lücke wohl bald vom Internetgiganten geschlossen sein. Gleichzeitig gibt es einige andere Dienste, die Streetview Kokurrenz machen, wie z.B. Norc.at. Dieser Dienst konzentriert sich auf Osteuropa und rechnet wohl über kurz oder lang damit, von Google aufgekauft zu werden. Denn es handelt sich hierbei um eine Kopie, die sogar Google Maps als Karte verwendet. Den doch etwas komplizierteren Weg geht Sightwalk mit seinem virtuellen Stadtrundgang durch Köln. Ich bin über Basic-Thinking darauf gestossen.

Der Kölner Anbieter Panogate GmbH grenzt sich bereits im Kerne von Google ab. Anstatt sich auf die Strassen zu konzentrieren, orientiert sich Sightwalk an den Touristen und erlaubt es auch, durch die Fussgängerzonen zu gehen. Die Nutzerführung ist ähnlich einfach wie bei Streetview, doch kann man sich freier bewegen und erhält zusätzliche Informationen von Wikipedia und den Tourismusorganisationen zur Verfügung gestellt. Nach Köln werden München, Düsseldorf, Hamburg, Berlin und Bonn folgen.

Was ich auch noch interessant finde, ist ein Wegweiser, der einen zur nächsten Apotheke oder zum nächsten Theater bringt. Die Idee ist toll, jedoch ist die Benutzerführung nur für Ortskundige gemacht. Sightwalk springt direkt zum gesuchten Punkt, ohne mir zusagen, wie ich dort hinkomme (oder wo ich zuvor war). Naja, das ist nun schon Erbsenzählerei. Es freut mich jedenfalls zu sehen, dass man Google auf eine innovative Weise die Stirn bieten kann – was hoffentlich auch genügend Netz-Touristen findet. Wenn ich das nächste Mal die Adresse einer Bar nicht kenne, weiss ich nun, wo ich ein Augenschein nehmen kann. Weiter so!

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