Shares
Mit Deinen Freunden teilen










Submit

Da das Reisen immer einfacher und erschwinglicher wird, fahren mehr und mehr Leute in die Ferne. Unklar ist aber, ob diese Reisenden in ihrem Bestreben, so viele Orte wie möglich zu sehen, bloss Namen auf einer Liste abhaken oder ob es ihnen tatsächlich gelingt, neue Kulturen kennenzulernen.

Beim Slow Travel, dem langsamen Reisen, geht es nicht nur darum, entspannt unterwegs zu sein, sondern auch um eine neue Weise, sich einem fremden Land zu nähern. Warum nicht auf eine Art reisen, die Ihr Leben wirklich bereichert, statt von einer Attraktion zur anderen zu hetzen und rasch vergessene Selfies zu sammeln?

Hier finden Sie einige Tipps, wie auch Sie zum Slow Traveller werden:

Bleiben Sie länger am Reiseziel

Wer sich für einen längeren Aufenthalt in einer bestimmten Stadt entscheidet, entdeckt fast ganz von selbst Orte abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten, wo fast nur Einheimische verkehren. Wenn Sie das Glück haben, zwei Wochen oder sogar ein paar Monate zu bleiben, lernen Sie die örtliche Lebenskunst kennen, verstehen die Nuancen der Kultur und werden möglicherweise in die Gemeinschaft aufgenommen.

Finden Sie Kontakt zu den Einheimischen

Museen, Statuen und Wahrzeichen vermitteln gewiss viel Interessantes über die Geschichte einer Stadt, doch ein vollständiges Bild erhalten Sie nur durch ihre Bewohner. Ergreifen Sie die Chance, normale Menschen zu treffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Vergessen Sie die bekannten internationalen Marken und entdecken Sie stattdessen das Einheimische – besuchen Sie die faszinierenden Märkte, benutzen Sie die lokalen Busse und essen Sie an einzigartigen Orten, wo ausser Ihnen kaum Ausländer anzutreffen sind.

Wählen Sie Qualität statt Quantität

Nicht selten besuchen insbesondere Rucksack-Touristen fünf oder mehr europäische Länder in nur zwei Wochen. Jeden Tag werden Dutzende von Attraktionen abgeklappert – und am Ende der Reise ist die Hälfte davon schon wieder vergessen. Slow Travel bedeutet im Gegensatz dazu, ein einziges Land auszuwählen und sich die Zeit zu nehmen, einzelne Städte gründlich kennenzulernen. Ein oder zwei Attraktionen pro Tag genügen in diesem Fall vollauf.

Konzentrieren Sie sich auf Erfahrungen

Haben Sie festgestellt, dass Sie sich beim Rückblick auf vergangene Reisen viel besser daran erinnern, was Sie getan haben, als was Sie gesehen haben? Aktivitäten können einen nachhaltigen Einfluss ausüben, und die richtige Wahl ist entsprechend wichtig. Eine fesselnde Tangostunde in Argentinien kann eine schlummernde Leidenschaft fürs Tanzen wecken, oder Sie lernen bei einem Kochkurs in Osaka die Zubereitung eines köstlichen Gerichts, das Sie nach Ihrer Heimkehr für Ihre Freunde kochen.

Lernen Sie möglichst die Sprache

Wer sich bemüht, die Landessprache zu erlernen, eröffnet sich dadurch eine neue Erlebniswelt. Mit Deutsch kommen Sie weit, mit Englisch überall hin, doch in vielen Ländern behindert die Sprachbarriere die Kommunikation mit den Einheimischen stark. Wenn Sie sich einfache bis mittlere Kenntnisse der örtlichen Sprache aneignen, können Sie mit den Leuten über ihre Interessen, Sorgen und Leidenschaften sprechen und die Feinheiten ihrer Kultur kennenlernen.

Nehmen Sie die Kultur über Bücher und Filme auf

So informativ Reiseführer auch sein mögen, die Tiefe authentischer Kunstwerke, die Sie auf eine fiktive Reise in ein Land mitnehmen, erreichen sie nie. Wer nach Indien reist, ist zum Beispiel nach dem dreistündigen Film Gandhi oder dem 900-Seiten-Wälzer Shantaramerheblich besser für das kommende Abenteuer gerüstet. Denn das Reisen beginnt bereits lange vor der Ankunft am Reiseziel, und das Planen ist fast so spannend wie die Reise selbst.

 

Comments

comments

Getaggt: ebookers News

AKTUELLE BEITRÄGE