Als iPad-Besitzer und Gadget-Freak mag das ja jetzt ein bisschen komisch klingen, aber hey: Wie wär’s denn mit einem Buch zu Weihnachten? Ja, einem frisch gedruckten Taschenbuch?

Seit einiger Zeit reise ich nun stets mit meinem iPad. Wenn es keine Geschäftsreise ist, fliege ich sogar ausschliesslich mit meinem „iPod mega“.


Foto: Apple

Neben all den Vorteilen, welche die Internetkonnektivität mit sich bringt (den Online-Check-in zum Beispiel), unterhält mich das iPad mit Videos, Musik und Magazinen. Ach ja, und natürlich lese ich auch Bücher auf dem Gerät. Einige Bekannte behaupten gar, dass sie ihr Kindle-Gerät inzwischen in die Ecke gestellt haben.

Kindle ist ein E-Book-Reader von Amazon, auf welchem sich einfach mehrere hundert Bücher speichern lassen. Das ist ein eindeutiger Vorteil für Leseratten, wenn sie in die Ferien reisen. Keine Panik mehr: „Reichen fünf Bücher für die zehn Tage auf Bali?“ Die Batterie des Kindle hält über mehrere Wochen und erlaubt dank speziellen Displays das Lesen in der prallen Sonne. Der Nachteil: Man kann damit wirklich „nur“ lesen. Wohl deshalb tragen die oben erwähnten Kindle- und iPad-Besitzer nur noch ihr Apple-Tablet mit sich herum. Sie behaupten sogar, dass der Lesekomfort genauso gut ist (ein Hauptargument des Kindle-Displays ist, dass die Augen entspannter Texte darauf lesen können als auch einem herkömmlichen LCD-Display).

Ich besitze leider kein Kindle und, wie erwähnt, erfülllt das iPad mein komplettes Lesebedürfnis. Nach rund neun Monaten mit einem iPad muss ich sagen, das Buch ersetzt es aber definitiv NICHT komplett. Hier eine Liste an Vorteilen für das alte, nach Druckerschwärze riechende Taschenbuch:

1. Geräte ausschalten, bitte: Kennt ihr die Situation im Flieger? Man hat sich gerade eben hingesetzt und wartet, bis auch die letzten Passagiere an ihren Platz finden. Das Mobiltelefon ist schon ausgeschaltet. Doch das Inflight-Entertainment-System läuft noch nicht. Nimmt man das iPad zur Hand, erntet man böse Blicke der Sitznachbarn. Elektronische Geräte sind auszuschalten. Das Buch jedoch muss nie in den Stand-by-Modus!

2. Ab an den Strand: Dann ist man endlich im Hotelresort angekommen, traut sich jedoch nur auf die Liegen am Hotelpool? Angst vor dem Sand, welcher Bildschirme zerkratzen kann? Aber man will ja nicht alles im Tresor lassen. Einfach ein Buch mitnehmen, und für Strandunterhaltung ist gesorgt (ist dann auch nicht ganz so schlimm, wenn’s geklaut wird, während man eine Runde schwimmt;-).

3. Platz sparen: Im Tresor hat es oft nicht allzu viel Platz für alle wertvollen Geräte. Und auch im Gepäck fehlt auf dem Rückflug meist der Platz, da man noch das eine oder andere Souvenir gekauft hat. Wer nicht an seinen Büchern hängt, der kann sie ganz einfach hinter sich lassen. Manche Hotels (vor allem diejenigen für Backpacker) haben eine eigene Bibliothek, wo man sein Buch für andere Gäste zurücklassen kann. Eine andere Möglichkeit wäre auch, bei Bookcrossing mitzumachen.

4. Mehr Anwendungen: Irgenwo im Dschungel und kein Klopapier? Ich bin mir sicher: da hilft ein Buch besser als eine iPad-App 🙂

Ich würde zwar nie mehr auf das iPad im Urlaub verzichten wollen. Doch ein Buch finde ich ein äusserst passendes Geschenk für die nächste Reise.

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