Während meines Aufenthalts in Paris wohne ich in Belleville im elften Arrondissement.Etwas_anderer_Eiffelturm Vom Balkon aus habe ich sogar Blick auf meinen ganz eigenen, zugegebenermassen recht drahtigen Eiffelturm (Foto links).
Belleville liegt im Nordosten der Stadt und ist ein belebtes Immigranten-Viertel. Hier reiht sich Asia-Laden an afrikanischen Basar, vietnamesisches Restaurant an Kebap-Kiosk. Man bekommt hier die exotischsten Früchte, Tücher aller typisch-afrikanischen Muster und jede Sorte Reise, die es geben kann. Das Quartier ist ein Schmelztigel. Und trotz aller sozialer Probleme ist es beeindruckend, hier mitzubekommen, wie friedlich all diese Kulturen nebeneinander leben können.

In diesem Quartier befindet sich auch der berühmte Friedhof Père Lachaise, was wohl der grösste Touristen-Magnet des Stadtteils sein dürfte. Ansonsten aber ist Belleville weitgehend touri-frei und gerade deshalb so angenehmen, vor allem wenn man vorher überlaufene Stellen wie den Eiffelturm und den Louvre aufgesucht hat.
Durch Belleville lohnt es sich zu schlendern, wenn man Lust hat, ins Multikulti-Gewirr einzutauchen. Nicht vergessen sollte man dabei einen Spaziergang durch den steil ansteigenden Parc de Belleville. Von dessen Spitze aus hat man eine atemberaubende Aussicht über Paris.
Parc_de_Belleville
Ein toller Blick vom oberen Ende des steilen Parc de Belleville.

Im Parc de Belleville erblickt man auch ein Schild,Wi-Fi das auf den kostenlosen W-Lan-Zugang hinweist. Das macht Paris für mich zu einer der attraktivsten Städte überhaupt: In allen Parks und an zahlreichen öffentlichen Plätzen steht einem ein kostenloser Internet-Zugang zur Verfügung; gleich noch absurder erscheinen mir da deutsche Debatten ums Gratis-W-Lan. Überhaupt scheint mir Paris sehr online-engagiert. Auch in den meisten Cafés kommt man per Wi-Fi ins Netz. Praktisch wären jetzt noch Steckdosen in den Bäumen – zum Aufladen des Laptops.

In der Rue des Envierges,LaMerABoire_Logo unmittelbar an der Spitze des Parc de Belleville, von der aus man die schöne Sicht geniessen kann, befindet sich die Kneipe „La mer à boire„. Hier sollte man sich unbedingt – je nach Tageszeit – einen Kaffee oder ein Glas Wein oder Bier gönnen. Abends finden hier auch oft Veranstaltungen wie Poetry Slams oder kleine Konzerte statt.

LaMerABoire
Gemütlich und mit schöner Aussicht: das „La Mer à boire“.

Zum Arbeiten tagsüber war ich manchmal im „Cannibale Café“ in der 93, Rue Jean-Pierre Timbaud. Es ist gemütlicher als sein Name klingt! Wer abends in Belleville weggehen will, dem kann ich zudem noch das „Aux Folies“ empfehlen in der Rue de Belleville Nummer 8. Am Wochenende platzt es aus allen Nähten, und die Tischreihen vor dem Eingang werden immer grösser. Gleich um die Ecke beginnt das Künstler-Gässchen Rue Dénoyez. Auch hier finden sich kleine, gemütliche Bars. Wirklich sehr nett! Eine weitere Kneipenmeile ist von hier auch nur zehn Minuten entfernt: Wer Trinkausdauer hat, kann noch in der Rue Oberkampf vorbeischauen. Dort befindet sich unter anderem das beliebte Café „Charbon“ – das sich während meines Aufenthalts im August aber leider eine Sommerpause gönnte. Bei meinem nächsten Paris-Besuch steht es aber ganz oben auf der Liste.

Tagged: Archive, ebookers News

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>
*