Immer mehr Urlauber entdecken die bulgarische Schwarzmeerküste als preisgünstige Alternative zum Mittelmeerurlaub, aber Bulgarien als Wintersportland ist ziemlich unbekannt. Dabei glänzt das Land im Winter mit genauso attraktiven Preise wie im Sommer. Wintersport in Bulgarien, das heisst kein Gedrängel und kaum Wartezeiten an den Liften und dazu etwas, was man so nahe am Schwarzen Meer mit seiner südlichen Sonne gar nicht vermuten würde: eine hohe Schneesicherheit – und zwar zum Schnäppchentarif.

Tatsächlich kann man unweit der griechischen Grenze und des Ägäischen Meers in den Rhodopen in Europas südlichstem Skiareal einen fantastischen Winterurlaub in Bulgariens wildromantischer Berglandschaft verbringen. Nicht nur die Unterbringungskosten sind hier niedriger als in den Alpen, auch die Nebenkosten wie Skipässe, Leihausrüstung und Skiunterricht. Niemand muss seine sperrige Sportausrüstung im Flugzeug mitschleppen, vor Ort kann man in Bulgariens Wintersportorten alles, was nötig ist, zu niedrigen Gebühren ausleihen.  Und wer weiss, vielleicht tritt man dann die Rückreise doch mit einer kompletten Skiausrüstung an, die man zu Traumpreisen erstanden hat.

Der mit 1926 Metern höchste Gipfel der Rhodopen heisst Shneshanka (Schneewittchen). Ihm zu Füssen liegt der Wintersportort Pamporowo , der von Plovdiv und seinem Flughafen aus leicht zu erreichen ist. Die Einheimischen schwören da tausend heilige Eide: Schneewittchen könne das Meer sehen, das bedeutet an klaren Tagen sähe man vom Gipfel aus die Ägäis. Die Doch Mythen gibt es viel in der Region, schon Homer beschrieb, dass Orpheus der Sänger genau aus dieser Gegend kam.

Ein idealer Winterurlaubsort in den Rhodopen auch für Familien ist Pamporowo mit seinen milden Temperaturen, der vielen Sonne, den leichten bis mittelschweren Pisten und gleich mehrerer Anfängerhügel. Auch die Infrastruktur und die Auswahl an Hotels ist ansprechend. Im Ort finden sich auch reichlich Möglichkeiten Küche, Kultur und Folklore der Region kennenzulernen.

Bulgariens wildromantischste Bergregion ist das Pirin-Gebirge, an dessen Fuss schon 936 Meter hoch Bansko liegt. Das alte Städtchen bezaubert mit engen, steil ansteigenden Gassen und pittoresken Häusern vor atemberaubender Bergkulisse. Die urtümliche Bergwelt des Piringebirges gehört zum Parangaliza-Naturpark, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Skiurlaub in einer grossen Kulisse ist also garantiert in Bansko, das für jede Art von Skilauf ein Angebot hat, vom Anfänger bis zum Spezialisten, vom Snowboarder bis zum Skilangläufer werden alle bedient.

Das Rilagebirge liegt etwas weiter nördlich. Borowec ist bereits seit den 60er Jahren zum Wintersportort ausgebaut worden, entsprechend gross ist das Angebot an überwiegend grossen Hotel, die teilweise noch einen Hauch sozialistischen Charmes versprühen, aber durchaus alles bieten, was der Gast sich wünscht, vom Fitnessraum über Shoppingzeilen bis zum Hallenbad.

Hier findet auch der anspruchsvollere Wintersportler alles, was sein Herz begehrt. Am Fusse des 2925 Meter hohen Moussala, dem höchsten Berg des Balkans fand sogar schon eine Biathlon-Weltmeisterschaft statt. Das 1325 Meter hoch gelegene Borowec ist dabei ein echtes Winterparadies, von Biathlon über Skispringen bis zu anspruchsvollen Abfahrten für Snowboarder und Skiläufer ist alles möglich, und auf den Langläufer warten über 30 Kilometer gut präparierte Loipen.

Vor allem ist das Rilagebirge gut zu erreichen. Borowec liegt gerade mal 75 Kilometer von Sofia entfernt. Schnell ist man mit dem Flieger und dem Abholdienst am Ort. Und da Borowec vor seiner Karriere als Wintersportort bereits beliebtes Jagdrevier und auch Sommersitz der Aristokratie war, versteht man sich hier schon lange darauf, seine Gäste zu unterhalten, entsprechend lebhaft ist der Après-Ski-Betrieb.

Und es geht noch näher an Sofia heran: Nur 45 Kilometer und damit gerade mal eine halbe Autostunde von Bulgariens Hauptstadt entfernt liegt  das Aleko-Witoscha-Gebirge im Witoscha-Nationalpark. Auf 1800 Metern Höhe liegt das Skiareal Aleko Witoscha und ist damit Bulgariens höchstgelegenes Skigebiet, das vom Familienskiunterricht bis hin zum Alpinprofi alle Abfahrer bedient, denn die auf 2290 Metern Höhe beginnende Piste am Tscherni Wrach, dem höchsten Berg des Witoscha-Gebirges ist selbst für ausgefuchste Spezialisten auf Skiern  eine Herausforderung.

Tagged: Archive, Bulgarien

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Ihre Email Adresse wird nicht veröffentlicht

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>
*