Vor zwei Wochen schrieb der „Tagesanzeiger“ einen interessanten Artikel zum enormen Wachstum im chinesischen Flugverkehr. Die „South China Morning Post“ zitierte einen hohen Beamten der Entwicklungskommission in Peking, dass die Stadtregierung einen wegweisenden Schritt machen wird, um mit dem ansteigenden Flugverkehrsaufkommen im Reich der Mitte fertgwerden zu können.

Am vergangenen Freitag nun wurden die Pläne offiziell bestätigt. Peking baut einen zweiten internationalen Flughafen. Die Stadt besitzt zur Zeit zwei Flughäfen, wovon einer sowohl militärisch, wie auch marginal für zivile Flüge genutzt wird. Der international Flughafen hingegen bewältigt den Löwenanteil der Flugbewegungen. Obwohl man ihn für die Olympischen Spiele mit einer zusätzlichen Piste und einem weiteren Terminal ausgerüstet hatte, stiegen die Passagierzahlen seit 2008 weiter – und schon ist die chinesische Hauptstadt wieder am Limit.

Der neue Flughafen wird im südlich gelegenen Distrikt Daxing geplant und soll ab 2015 40 Millionen Passagiere pro Jahr bewältigen können. Damit stiege die Kapazität von Peking von den heutigen 80 Millionen auf 120 Millionen Passagiere jährlich.

Welche Ausmasse das Wachstum der chinesischen Wirtschaft haben kann, zeigte eine weitere Schlagzeile vergangene Woche. Im Zuge des Besuchs von Hu Jin Tao bei Barack Obama bestellte China kurz 200 Passagierflugzeuge bei Boeing, welche bis 2013 ausgeliefert werden sollen. Dieser Vertrag alleine ist 19 Millionen Dollar wert. Man rechnet damit, dass China in den kommenden 20 Jahren über 4300 Flugzeuge in Betrieb nehmen muss, um den Bedarf zu decken. Natürlich werden ältere Flugzeuge immer durch neuere ersetzt. Doch bei Boeing und Airbus wird sich sicherlich der eine oder andere die Hände reiben.

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