Nicht erst, seit die Wellnessbranche die wohltuende Wirkung von Thermalbädern und Trinkkuren mit Heilwasser wieder entdeckt hat, boomen die deutschen Thermalbäder. Sie bieten überwiegend eine Menge Wellness- und Gesundheitsprogramme für den gestressten Urlauber, liegen meist in landschaftliche reizvoller Umgebung, und strahlen zuweilen den Charme eleganter Badeorte mit viel Tradition aus.

Hier ein paar Empfehlungen:

Bad Driburg

Das Moor- und Mineralienbad in Bad Driburg im Teutoburger Wald in Nordrhein-Westfalen ist das einzige Privatheilbad Deutschlands. Der Gesundheits- und Kurort im Teutoburger Wald blickt auf eine 225-jährige Geschichte zurück. Bad Driburg besitzt Schwefelmoor und kohlesäurehaltige Mineralquellen. Die Kraft des Moors kann bei Gelenk-, Wirbelsäulenerkrankungen und Rheuma eingesetzt werden. Das Bad und seine Umgebung sind mehrfach ausgezeichnet worden. 2008 war es die Nummer 1 der Heilbäder in Nordrhein-Westfalen, und der Gräfliche Park der Stadt wurde 2009 unter „Deutschlands schönste Parks“ gewählt. Wanderer freuen sich über den Eggweg, einen „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“.

Bad Füssing

Es war Zufall, dass das Thermalwasser im bayrischen Bad Füssing überhaupt gefunden wurde. Eigentlich sollte bei den Bohrungen 1938 Erdöl sprudeln, doch stattdessen kam 56 Grad warmes Füssinger Heilwasser aus der Erde. In den 1950er Jahren nahm die Gemeinde den Kurbetrieb auf, 1969 erhielt sie schliesslich den Namenszusatz „Bad“. So wurde Bad Füssing aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und hat sich im Laufe der Zeit zu einem berühmten Thermalbad mit drei Millionen Übernachtungen pro Jahr entwickelt.

Das Einzigartige an dem Wasser aus 1.000 Metern Tiefe ist seine Zusammensetzung. Es enthält Sulfidschwefel, der eine besondere Wirkung gegen Gelenkbeschwerden hat. Das wissen auch die über 80 Prozent Stammgäste, die im Thermalbade- und Erholungszentrum in Bad Füssing entspannen.

Bad Homburg

Die Skyline der Main-Metropole Frankfurt ist von Bad Homburg aus noch sichtbar, die Luft ist aber eine andere. Eine englische Gräfin adelte sie mit dem Begriff „Champagnerluft“. Sechs kalte kohlesäurereiche Kochsalzquellen, einen Solesprudel und zwei Stahlquellen gibt es in dem einstigen Kurfürstenbad. Das Heilwasser in Hessen ist besonders gut für Trinkkuren geeignet und lindert Magen- Darmprobleme und Stoffwechselstörungen. Seit 100 Jahren treffen sich Gäste zu Trinkkur und Konzert im Kurpark der kleinen Stadt.

Baden-Baden

Deutschland ist das Land der alternativen Heilkunde. Das Geburtsland von Sebastian Kneipp und Emanuel Felke bietet Mineral- und Thermalquellen, Meerwasser, Heilstollen und Moore. Heisse und warme Thermalquellen können für viele Therapien genutzt werden, etwa für Bade-, Inhalationsund Trinkkuren. In Deutschland gibt es 350 prädikatisierte Heilbäder, teils mit jahrhundertelanger Tradition.
Das Thermalbad in Baden-Baden entdeckten bereits die Römer vor 2.000 Jahren. Im 19. Jahrhundert war Baden-Baden die Sommerhauptstadt Europas. Monarchen und Adelige ebenso wie Künstler und normale Bürger nutzten die Heilkräfte der zwölf Thermalquellen. Gebäude und Relikte aus dieser Zeit bestimmen noch immer das Stadtbild. Das Kurhaus, der Musikpavillon und die öffentlichen Thermalbäder stammen aus dieser Zeit. Das Thermalwasser in Baden-Baden im Westen von Baden-Württemberg enthält viel Natriumchlorid und ist deshalb sehr gut geeignet für Anwendungen bei Herz-, Kreislauf-, Rheuma- und Gelenkbeschwerden. Auch Stoffwechselstörungen und Atemwegserkrankungen können damit gemildert werden. Baden-Baden hat sich vom traditionellen Kurort zu einer modernen Stadt entwickelt, hier treffen Luxus, Lifestyle und Shopping auf Kur und Wellness.

Biosphärenreservat Spreewald

Nicht nur in der kalten Jahreszeit bietet sich ein Besuch in einer Therme an. Die im Wasser gelösten Mineralien wirken heilsam und entspannend. Salze zum Beispiel haben sich unter Erdschichten abgelagert und kommen als Natursole in Thermalquellen wieder an die Oberfläche. Sie können besonders für die Therapie rheumatischer Erkrankungen eingesetzt werden. Im brandenburgischen Spreewald zwischen Dresden und Berlin besteht diese Sole neben Salz und anderen Mineralien vor allem aus Jod. Das Thermalwasser in der Stadt Burg im Spreewald kommt aus 1.300 Metern Tiefe und enthält fast so viele Mineralien wie das Wasser des Toten Meers. Bei Badekuren lindert die hohe Mineralienkonzentration, insbesondere das Jod, vor allem Haut- und Gefässerkrankungen. Und auch bei psychosomatischen Problemen hilft das Thermalwasser. Der junge Kurort Burg im Süden Brandenburgs ist ausserdem geprägt von einem reichhaltigen Kulturprogramm und liegt mitten in einem Unesco-Biosphärenreservat.

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