Wer sagt eigentlich, dass kulinarischer Genuss erst ab einem Michelin-Stern beginnt? Genauso hochklassig, weil mit hervorragenden Zutaten zubereitet, kann das einfache Gericht aus der Regionalküche sein. Wie viel Phantasie und Kreativität dabei herrschen kann, zeigen unsere Tipps für das kulinarische Deutschland.

Kulinarischer Herbst an der Lahn

Die regionalen Spezialitätenwochen „Kulinarischer Herbst entlang der Lahn““ finden vom 1. bis 31. Oktober 2010 zum 14. Mal statt. Zum ersten Mal umfasst der Kulinarische Herbst dabei das gesamte Lahntal von der Quelle bis zur Mündung.
Besucher geniessen in Restaurants von Netphen/Bad Laasphe bis Lahnstein regionale Spezialitäten aus heimischen Erzeugnissen. Im Fokus stehen neben Kartoffeln, Eiern, Äpfeln und Gemüse insbesondere das Fleisch von Rindern und Lämmern. Da die Tiere ganzjährig auf den Wiesen und Kräuterweiden artgerecht gehalten werden, wächst ein qualitatives Spitzenprodukt heran.

Strausswirtschaften in Rheinland-Pfalz

Für Besucher in den rheinland-pfälzischen Weinbaugebieten Mosel, Nahe, Ahr, Romantischer Rhein, Rheinhessen und der Pfalz stehen diesen Sommer die Türen zu den Strausswirtschaften wieder offen. In meist rustikalem Ambiente der „Wohnstubb“, dem Winzerhof oder dem Weinkeller werden die Gäste nach traditionellem Brauch von der Winzerfamilie mit regionalen Delikatessen bekocht und in der Wahl des dazu passenden, selbst hergestellten Weins beraten. Die Ausschankzeit (vier Monate jährlich) zeigt ein geschmückter Strauss, Besen oder Kranz am Hoftor an.

Die Kölner Brauhäuser

Die über die Stadt Köln hinaus bekannten Brauhäuser strahlen etwas von der Tradition und Eigenart kölscher Gastlichkeit aus. Essen und Trinken ist für die Kölner ein zutiefst sozialisierter Vorgang, was sich auch darin ausdrückt, dass es in den Brauhäusern nicht eben ruhig und gediegen, sondern eher fröhlich und geräuschvoll zugeht.
Da gibt es etwa das seit 1511 bestehende Brauhaus „Sion“ oder den Cölner Hofbräu P. Josef Früh gleich hinter dem Heinzelmännchenbrunnen, die heimelige Brauerei der Gebrüder Päffgen an der Friesenstrasse, dann auch die vor zehn Jahren von US-Präsident Bill Clinton besuchte „Malzmühle“ von 1858 am südlichen Ende des Heumarkts oder die gastfreundliche und nun schon über 500 Jahre alte „Schreckenskammer“ in unmittelbarer Nähe zur romanischen Kirche St. Ursula.

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Im Mittelpunkt eines jeden Kölner Brauhauses steht das süffige Kölsch. Die Ober in solchen Lokalen heissen „Köbe“s. Sie tragen die Tracht der alten Brauknechte und tragen das Bier im Kranz. Das sind Tabletts mit Stiel für die nur in Köln verwendeten 0,2 Liter fassenden Stangenbiergläser. Die meisten Köbesse sind kölsche Originale. Einen besonderen Rang hat der „Zappes“, der Zapfkellner zwischen Theke und den „Pittermännchen“, wie man die kleinere Sorte der Kölschfässer nennt. Sie sind meist sehr schnell geleert, und deshalb ist das Bier auch immer sehr frisch und kühl. Dazu kommt ein Köln spezifisches Speiseangebot, das als bodenständig, deftig und sogar als ein wenig eigenwillig charakterisiert werden kann. So steht auf der „Foderkaat“ (Speisekarte) der „halve Hahn“ obenan. Das ist ein „Röggelchen mit Kies“ oder ins Hochdeutsche übersetzt: ein halbes Roggenbrötchen mit einer dicken Scheibe Holländer Käse.

Wer noch immer nicht satt ist, hier geht’s zu Teil 1 dieser Gourmet-Tipps.

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