Wäre ich über die Festtage nicht in der Schweiz, so hätte ich wohl keinen Weihnachtsbaum und schlüfte bei 30 Grad Drinks irgendwo am Strand in meiner derzeitigen Heimat Singapur. Gefeiert wird Weihnachten fast rund um den Globus, und hat überall seinen kleinen lokalen Einschlag.

Die Webseite „Tripwolf“ hat sich aufgemacht und nach den bizarrsten Weihnachtstraditionen auf dieser Welt gesucht. Das Resultat berichtet von trinkenden Dänen, Inlineskating in Venezuela und von der deutschen Weihnachtsgurke.

Foto: WikimediaCommons; Richard Huber.

Eine mir unbekannte Tradition war der Tio de Nadal. In dem aus den Pyrenäen stammenden Brauch füttert die Familie während der Weihnachtszeit einen Holzhund (natürlich symbolisch). An Weihnachten wir der zuvor stets zugedeckte, verwöhnte Hund von den Kindern mit Stöcken gehauen, bis ihm Süssigkeiten aus dem Hintern fallen. Bizarr… bizarr.

In der tschechischen Republik stellen sich die weiblichen Singles mit dem Rücken zum Haus vor die Tür und werfen sich einen Stöckelschuh über die Schulter. Zeigt der Schuh weg von der Tür, bedeutet das Liebesglück im nächsten Jahr und damit den Auszug aus den familiären vier Wänden.

In der Ukraine putzt man das Haus vom Keller bis zum Dach blitzblank und schmückt den Weihnachtsbaum mit Spinnweben (ich nehme an künstlichen, nicht jenen aus dem Staubsauger). Der Brauch basiert auf der Geschichte von einer armen Familie, die sich keinen Christbaumschmuck leisten konnte. Als sie am Weihnachtmorgen den Baum anschauten, da glänzte die Morgensonne silbern und golden an einem frisch gewobenen Spinnennetz.

Weitere Interessante Traditionen gibt es (auf Englisch) hier zu lesen. Ein Frohes Fest!

Tagged: Archive, Deutschland, Schweiz, Spanien, Tschechien, Ukraine, Venezuela

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