Ein Gebäude, wie wir es sonst nur aus Märchen kennen: Zwischen 1869 und 1886 liess der verträumte, menschenscheue Ludwig II. die „Neue Burg Hohenschwangau“ im Allgäu erbauen. Dort, wo vorher nur eine mittelalterliche Ruine gestanden hatte, wollte der König ein privates Refugium abseits der Hauptstadt München erschaffen. Ludwigs Wunsch war es, dass niemand je seine Schlösser betreten sollte. Heute kommen pro Jahr etwa 1,3 Millionen Besucher, um das Schloss Neuschwanstein zu bestaunen.

Foto: Wikimedia Commons; Michael Helmer.

Am romantischsten ist das Schloss zweifelsohne von aussen, wie es sich mit seinen Ziertürmchen, Giebeln, Balkonen, Zinnen und Skulpturen in die wilde Landschaft fügt. Ein schöner Wanderweg führt zur Marienbrücke, von wo aus man eine Postkartenaussicht auf das Schloss hat. Vom Inneren kann man leider nur einen Bruchteil erhaschen: Zum einen, weil das Schloss zu jeder Zeit voll von Besuchern ist (auch früh am Vormittag und in den Wintermonaten). Zum anderen weil Neuschwanstein nur bei einer etwa 35 minütigen Führung besichtigt werden kann. Dennoch sind die fantastischen Ideen Ludwigs II. – etwa die Grotte mit künstlichem Wasserfall und Regenbogenmaschine oder die raffinierten technischen Ausstattungen – allemal sehenswert.

Noch bis zum 18. Oktober ist das Schloss Neuschwanstein täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Im Winter dann von 10 bis 16 Uhr.

Anreise: Am besten mit einem Flug nach München und dann per Mietwagen weiter in das etwa zwei Stunden entfernte Schwangau.

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