In Hamburg kann man es so richtig krachen lassen, sei es auf der „sündigen Meile“ Reeperbahn, beim Musicalabend mit der Geliebten oder auf dem Dom, dem Hamburger Vergnügungspark. Nur das oft trübe und wechselhafte Wetter macht Einheimischen und Touristen manchmal zu schaffen.

Hamburg / Schifffahrt

(Foto: Keystone / Fabian Bimmer)

Hamburg mit seinem riesigen Seehafen war schon immer das „Tor zur Welt“ – das ist noch heute so. Zu verdanken hat die zweitgrößte Stadt Deutschlands das ihrer strategisch günstigen Lage an der Mündung von Alster und Bille in die Elbe, die 110 km weiter nordwestlich in Nordsee fliesst. Und wer es noch nicht wusste: Hamburg ist die brückenreichste Stadt Europas. Sie hat mehr Brücken als Venedig, Amsterdam und London zusammen, nämlich ca. 2500.

Wo Wasser ist, ist auch Fisch nicht weit und wer den frisch ergattern möchte, muss früh aufstehen, denn Hamburgs berühmter Fischmarkt beginnt schon 5 Uhr, im Winter 7 Uhr. Nach 9.30 Uhr sind dann schon alle Fische verflogen. Der Markt kann auf eine dreihundertjährige Tradition zurückblicken und ist jeden Sonntag DIE Attraktion schlechthin am Elbufer. Rund 300 Händler preisen hier lauthalsig ihren frischen Meeresfang an.

Wer sich Hamburg vom Wasser aus anschauen möchte – das ist beim häufig schlechten Wetter in Hamburg eine gute Alternative zum Stadtbummel – hat die Qual der Wahl zwischen den vielfältigsten Bootstouren: Hamburg nach Einbruch der Dunkelheit, Hamburgs alte Handelshäuser und der Speicher, Hamburgs Geschichte der Emigration usw. heissen die Touren, die von verschiedenen Agenturen mehrmals täglich angeboten werden.

Neben dem Wasser soll hier gleich ein zweites wichtiges Schlagwort fallen: Musicals. Hamburg gilt als Musical-Hauptstadt Deutschlands. Hier wurde „Cats“ zum ersten Mal in Deutschland gespielt. Zu den aktuellen Produktionen gehören „König der Löwen“, das ABBA-Musical „Mamma Mia“ und seit März 2006 „Dirty Dancing“.

Wer mit Kindern reist, der sollte unbedingt den riesigen Vergnügungspark „Hamburger Dom“ in seine Reiseplanung einbeziehen. Hier staunen nicht nur Kinderaugen: riesige Karussells, Zuckerwatte an jeder Ecke, ein buntes Lichtermeer. Das Spektakel findet dreimal im Jahr auf dem Heiligengeistfeld statt.

Zu später Stunde (und natürlich besser ohne Kinder!) könnte dann die Reeperbahn auf dem Programm stehen. Die 600 Meter lange „sündige Meile“ von St. Pauli erlebte in den 60er Jahren eine Art Boom. Eros-Center, Sex-Kinos und Peepshows schossen wie Pilze aus dem Boden. Rockclubs, Theater und Operettenhaus sowie Bars der besseren Sorte sorgten für einen Wandel der Reeperbahn Mitte der achtziger Jahre. Längst ist die Reeperbahn zu einer Partymeile mit abwechslungsreichem Programm geworden.

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