Mit mehr als 200 Veranstaltungen, Konzerten, Wettbewerben, Festivals und einer grossen Landesausstellung feiert Thüringen in diesem Jahr unter dem Motto „Franz Liszt. Ein Europäer in Thüringen“ den 200. Geburtstag des grossen Komponisten und Pianisten. Vom 18. Juni bis 10. Juli findet in Weimar, Meiningen, Sondershausen, Eisenach und Erfurt das Thüringer-Festival „Überlisztet?“ statt. Im Rahmen des feierlichen Programms werden zahlreiche Weltstars Klavierkonzerte geben. Darunter sind Persönlichkeiten wie Arcadi Volodos, Valery Afanassiev, Boris Bloch und Marino Formenti vertreten. Darüber hinaus wird „Don Sanche oder das Liebesschloss“, Liszts einzige Oper, im Sonderhäuser Achteckhaus inszeniert, während der Erfurter Dom Liszts „Die Legende von der heiligen Elisabeth“ aufführt.
Im Zentrum des Festivals steht die Stadt Weimar, die das Zentrum von Liszts künstlerischem Schaffen war. Dort wurde inzwischen nicht nur das Liszt-Haus wiedereröffnet. Hier findet auch die Landesausstellung im Schiller- und Schlossmuseum statt.

Franz Liszt – Ein Europäer in Weimar

Unter dem Titel „Franz Liszt – Ein Europäer in Weimar“ wird am 24. Juni eine Landesausstellung in Thüringen eröffnet. Sie ist dem Liszt-Jahr 2011 gewidmet und dokumentiert an zwei Orten bis zum 30. Oktober die Bedeutung des Ausnahmekünstlers für die europäische Musik- und Geistesgeschichte.
Das Schillermuseum beschäftigt sich mit der biographisch-künstlerischen Entwicklung Liszts und präsentiert dazu Exponate wie Gebrauchsgegenstände Liszts, Kunstgegenstände, Konzertprogramme und Erstausgaben seiner Werke.
Im Schlossmuseum werden unter dem Motto „Liszt und das Klavier“ die technische Entwicklung, die Klangästhetik und der kulturgeschichtliche Kontext des Klaviers in der Ära Liszt thematisiert. Unter anderem sind in diesem Zusammenhang auch Liszts legendärer Boisselot-Flügel sowie einige restaurierte Instrumente aus der Weimarer Sammlung zu sehen.
Empfehlenswert ist auch ein Besuch der Altenburg, Liszts langjährigem Weimarer Domizil.

Musiksommer 2011 in Weimar

Die besten Künstler aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Klassik-Stars aus der ganzen Welt sind beim diesjährigen MDR-Musiksommer 2011 zu Gast. Eröffnet wird die Veranstaltung im Rahmen der Landesausstellung Thüringen mit einer „Ungarischen Nacht“ vor der stimmungsvollen Kulisse des Schlosshofs in Weimar. Im Andenken an die ungarische Herkunft des berühmten Musikgenies Franz Liszt und an die grosse Wertschätzung, die er der Musik der Sinti und Roma entgegenbrachte, erklingen unter dem Konzerttitel „Musik der Unbehausten“ ungarische Melodien und Zigeunerlieder.
Die feurige Themen-Nacht wird durch das MDR Sinfonieorchester, den MDR Rundfunkchor und den renommierten Geiger Joszef Lendvav und seine Freunde unterstützt.

Les Préludes“ in der Meininger Hofkapelle

Der Englische Garten in Meiningen ist am 23. Juni 2011 der Veranstaltungsort für ein besonderes musikalisches Ereignis. Der Generalmusikdirektor wird speziell für die Meininger Hofkapelle ein sinfonisches Konzertprogramm rund um das berühmte Werk „Les Préludes““ zusammenstellen. Dabei handelt es sich um eine zwischen 1848 und 1854 entstandene sinfonische Dichtung von Franz Liszt, die im Rahmen des Konzertprogramms die grosse Bedeutung des Komponisten für die Geschichte der Meininger Hofkapelle zum Ausdruck bringen soll.

Thüringer Schlossfestspiele

„Don Sanche oder Das Liebesschloss“ ist der Titel der einzigen Oper, die Franz Liszt je komponiert hat. Im Alter von 13 Jahren hatte er den Einakter voller Märchen- und Ritterromantik geschaffen, der 1825 in der Grand Opéra von Paris eine gefeierte Uraufführung erlebte, dann aber für lange Zeit verschollen blieb. Im Rahmen der Thüringer Schlossfestspiele Sondershausen wird es anlässlich des Liszt-Jahres 2011 drei Aufführungen geben: am 7., 11. und 18. Juni jeweils ab 20 Uhr.

Liszts Kosmos Klavier

Einen Einblick in Liszts berühmte Welt des Klaviers vermittelt die Konzertreihe „Kosmos Klavier“ in Weimar. Darin bringen Weltklassepianisten, Hochschullehrer, Studenten und Preisträger von Wettbewerben der Hochschule für Musik in Weimar das Instrument auf vielerlei Art zum Klingen.
Gespielt wird an verschiedenen historischen und modernen Orten, darunter das Schloss Belvedere, das Liszt Haus in Weimar sowie einige ausgewählte Kirchen.
Liszt selbst sah in dem Instrument mehr als einen reinen Klangkörper. Es war Ausdruck seiner Träume, Wünsche, Leidenschaften, Freuden und Leiden, die in der Konzertreihe „Kosmos Klavier“ auf anschauliche Weise lebendig gemacht werden.

„Die Legende von der Heiligen Elisabeth“

Am 9. Juli wird in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt Liszts erfolgreichstes geistliches Werk aufgeführt. „Die Legende von der Heiligen Elisabeth“ schildert das Leben der populärsten katholischen Heiligen in sechs musikalischen Bildern. Es handelt sich dabei um eine Komposition, die Franz Liszt mehrere Jahre lang beschäftigte. Er hatte die Partitur zwar 1857 begonnen, beendete sie jedoch erst im Jahr 1862 in Rom. Zu hören ist das Werk im Erfurter Dom St. Marien ab 19 Uhr. Aufgeführt wird es unter der Leitung von Howard Arman durch das MDR Sinfonieorchester, den MDR-Rundfunkchor und den MDR-Kinderchor. Die Veranstaltung gilt als ein ganz besonderer Höhepunkt des Liszt-Jahrs 2011.

Ach so: Franz Liszt twittert übrigens auch

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