Alljährlich zeigt Hamburg beim Hafenfest seine maritime Seite. Der drittgrösste Hafen Europas machte Hamburg wohlhabend und ist bis heute die Wirtschaftsader der Küstenmetropole. Als Geburtstag des Hamburger Hafens gilt der 7. Mai 1189 – das ist der Tag, an dem Kaiser Friedrich Barbarossa der Stadt den ersehnten Freibrief ausstellte, der den Schiffen auf der Elbe von Hamburg bis zur Nordsee Zollfreiheit gewährte. Dadurch erst wurde ein Hafenbau so richtig lukrativ. So gilt nun dieser Tag auch als die Geburtsstunde des Hamburger Hafens. Und den feiert die Hansestadt alljährlich mit dem grössten Hafenfest der Welt.

Hamburgs Hafenfest der Superlative

„Kurs auf Hamburg und volle Kraft voraus!“, heisst es zum Auftakt des 820. Hamburger Hafengeburtstags, wenn die grosse Einlaufparade am Freitag, dem 8. Mai, ab 15 Uhr maritime Sehnsüchte wahr werden lässt. Angeführt wird die Parade der teilnehmenden Schiffe von der Fregatte „Hamburg“.
Es wird – wie es schon Tradition ist in Hamburg – ein Hafenfest der Superlative an den Tagen vom 8. bis zum 10. Mai dieses Jahres. Rund 300 Schiffe werden rund um die Landungsbrücken zu sehen sein, über eine Million Besucher erwartet. Partnerland ist in diesem Jahr: die Schweiz mit der Stadt Basel!

Die maritimen Hauptdarsteller
Ein von Hunderttausenden an den Ufern verfolgtes Spektakel ist immer wieder die Einlauf- und Auslaufparade der teilnehmenden Windjammer. So wird die Einlaufparade am Freitag ab 15 Uhr zum ersten maritimen Höhepunkt des Hafenfests. Drei Tage werden die Besucher dann Zeit haben, die alten Schiffe zu besichtigen und ein bisschen Seefahrtsromantik zu geniessen.

Windjammertreffen auf der Elbe. Foto: B. Jäger-Dabek
Windjammertreffen auf der Elbe. Foto: B. Jäger-Dabek

Mit ihren bis zu 58 Meter hohen Masten dominieren zwei Grosssegler die Skyline des Hafens: Die „Sedov“ ist mit 117,5 Metern Länge der grösste Windjammer der Welt, und die „Mir“ gilt als der schnellste aller Grosssegler. Südsee-Sehnsucht dürfte manchem beim Anblick eines der fünf Kreuzfahrtschiffe überkommen. Neben der „MS Deutschland“, Hauptdarstellerin der TV-Serie „Traumschiff“, werden die Luxusliner „Amadea“, „Delphine Voyager“, „Fram“ sowie die „AIDAcara“ erwartet.
Zum ersten Mal wird auch der neue Traditionsschiff-Hafen in der HafenCity in die Veranstaltung eingebunden. Rund 40 historische Wasserfahrzeuge machen dort fest. Daneben informiert ein Markt über die Schifffahrt und die Hamburger Hafenwelt. Am Samstag Abend schliesslich lädt ein Lichterfest zum Mitfeiern in besonderem Ambiente ein: Feuertöpfe entlang der Sandtorkaimauer und der Magellan-Terrassen tauchen das Hafenbecken in stimmungsvolles Licht, während Feuerkünstler und Jongleure ihre Kunststücke zeigen.

Museumsschiff Rickmer-Rickmers. Foto: B. Jäger-Dabek
Museumsschiff Rickmer-Rickmers. Foto: B. Jäger-Dabek

Das Schlepperballett „tanzt“
Als weiterer traditioneller Höhepunkt des Wasserprogramms findet das weltweit einmalige Schlepperballett am Samstag, 9. Mai, von 18 bis 19 Uhr statt. Die tanzenden Hafenschlepper gehören zu den beliebtesten Attraktionen des Hafengeburtstags in Hamburg. Dann drehen mehrere Hafenschlepper im Walzertakt auf der Elbe ihre anmutigen Kreise und schaukeln fast schwebend über den Fluss. Wagemutige werden sich wohl auch in diesem Jahr wieder direkt an die Hafenkante stellen – und Gefahr laufen, nassgespritzt zu werden. Doch so verpassen sie keine Pirouette, wenn die bis zu 5.000 PS-starken und äusserst wendigen Schlepper bis auf wenige Zentimeter ans Ufer heranschunkeln.

Am Sonntag geht der 820. Hamburger Hafengeburtstag zu Ende. Die schwimmenden Teilnehmer verabschieden sich in der grossen Auslaufparade ab 17 Uhr von Hamburg. Viele Barkassen und Fahrgastschiffe bieten den Besuchern auch an, bei den Paraden mitzufahren. Eine Übersicht der Anbieter finden Interessierte beim Hafengeburtstag Hamburg.

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